Erstellt am 06. Mai 2014, 22:41

Polizei griff Schnitzelklopfer-Verdächtigen auf. Nach den wiederholten Attacken auf Frauen im Wiener Prater hat die Polizei am Dienstag in Wien-Leopoldstadt einen dringend Tatverdächtigen aufgegriffen.

Das gaben die Behörden am Abend bekannt. Der 88-jährige Mann wird verdächtigt, in den vergangenen Tagen im Prater in drei Fällen Frauen attackiert zu haben, in zumindest einem Fall mit einem Schnitzelklopfer.

Täter musste ins Spital

Ein Autobuschauffeur der Wiener Autobuslinie 37A hatte am Abend die Polizei gerufen, nachdem ein älterer Fahrgast orientierungslos und verwirrt erschien. Die Polizeibeamten erkannten im Zuge der Amtshandlung den Fahrgast als den mittels Lichtbildern gesuchten Gewalttäter aus dem Wiener Prater wieder. Der Beschuldigte musste aufgrund seiner gesundheitlichen Verfassung in ein Spital eingeliefert werden, gab die Polizei in einer Aussendung bekannt.

Der Angriff auf eine 58-jährige Frau im Wiener Prater am vergangenen Samstag mit einem Schnitzelklopfer war offenbar Einzelfall. Wie Polizeisprecherin Adina Mircioane am Dienstag mitteilte, sind den Ermittlern zumindest zwei weitere Fälle am Mittwoch, dem 30. April, sowie am Montag bekannt geworden. Auch in diesen beiden Fällen schlug der Täter im Prater am helllichten Tag zu.

Kein Opfer lebensgefährlich verletzt

In allen drei Fällen waren Frauen die Opfer. Der erste Überfall wurde am 30. April um 15.15 Uhr in der Prater Hauptallee bei der Skaterbahn begangen. Am 3. Mai schlug der Mann mit dem Schnitzelklopfer um 16.15 Uhr bei der Straßenbahnhaltestelle Rotundenallee auf die 58-Jährige ein und verletzte sie. Die Tatwaffe warf er nach dem Angriff weg, sie wurde von den Ermittlern sichergestellt.

Am Montag attackierte er beim Konstantinwasser um 14.00 Uhr eine weitere Frau. Alle drei Opfer wurden nicht lebensgefährlich verletzt. Unklar war vorerst, ob er auch bei den beiden anderen Überfällen Schnitzelklopfer oder andere Gegenstände verwendet hatte.

Nach der Festnahme des Verdächtigen war für Mittwoch eine Gegenüberstellung mit den Opfern und seine Einvernahme geplant. Dabei soll auch die Motivfrage geklärt werden. Der geistig verwirrte Mann befand sich weiterhin im Spital. Befragt werden kann der Senior allerdings nur, wenn sein Gesundheitszustand das erlaubt, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger.