Erstellt am 16. September 2014, 12:35

von APA/Red

Polizist tappte in Fäkalien-Sprengfalle. Ein 58 Jahre alter Verkehrspolizist ist am Montag an der Mölltal Bundesstraße in Stall im Bezirk Spittal in Kärnten in eine Sprengfalle getappt. Auch einen Tag nach der Explosion gibt es noch keine konkrete Spur zum Täter.

Die Falle - sie bestand aus einer Sprengladung und einem mit Gülle gefüllten Kübel - war an einer Stelle, wo regelmäßig Radarmessungen durchgeführt werden, installiert worden. Wer hinter dem Anschlag steckt war vorerst unklar.

"Der Sprengkörper detonierte in circa drei Meter Entfernung von dem Beamten", sagte Rainer Dionisio, Sprecher des Landespolizeikommandos Kärnten. Der Täter wollte den Polizisten ganz offensichtlich nicht verletzen, sondern demütigen. Die professionell gebastelte Sprengladung, die über eine Schnur ausgelöst wurde, war in einem kleinen Plastikkübel deponiert, der mit Gülle gefüllt war. Der Beamte, der die Falle auslöste wurde auch tatsächlich über und über mit Fäkalien bespritzt, verletzt wurde er nicht.

Bei der Polizei nimmt man den Vorfall jedenfalls sehr ernst. "Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Beamte näher am Sprengkörper gestanden wäre oder wenn ein Kind durch Zufall die Falle ausgelöst hätte", sagte Dionisio. Die Polizei bat die Bevölkerung um Mithilfe, wer Hinweise auf die Tat habe, solle sich bitte melden, hieß es am Mittwoch