Erstellt am 26. Januar 2015, 10:51

von APA/Red

50.000 Besucher rund um WM am Kreischberg. 50.000 Besucher bei den Medaillenentscheidungen, Veranstaltungen und Partys lassen die Organisatoren der ersten gemeinsamen WM für Snowboard und Ski-Freestyle am Kreischberg und im Lachtal positiv bilanzieren.

Auch in Zukunft soll es Weltcup-Veranstaltungen geben. "Wir haben sportliche Bewerbe auf absolutem Weltklasseniveau erlebt. Ein großes Ziel von uns war, dass wir beeindruckenden Sport liefern. Das ist uns auf jeden Fall gelungen, darauf sind wir stolz", erklärte Hello Haas, der Chef des Organisationskomitees.

Ein einziger negativer Punkt in Bilanz

Man könne behaupten, dass man die Latte für weitere Doppel-Welttitelkämpfe hoch gelegt habe. 2017 soll das Großereignis in der Sierra Nevada (Spanien) über die Bühne gehen. In der Selbstwahrnehmung listete das OK als einzigen negativen Punkt auf, dass man die Buckelpistenbewerbe nach oben verlegen hatte müssen, weil der Zielhang nicht steil genug war. "Suboptimal", hieß es im Bilanz-Papier.

Die Entscheidung, die Parallel-Bewerbe im Lachtal auszutragen, sei spätestens an den Finaltagen von allen Athleten und Betreuern gut geheißen worden. "Viel besser geht es kaum, die Strecke war einer Weltmeisterschaft absolut würdig, die Stimmung wie in einem Hexenkessel", meinte Haas. Das Team vom Lachtal habe sensationelle Arbeit geleistet.

Kreischberg-Geschäftsführer Karl Fussi bedankte sich bei Land Steiermark und dem Sportministerium, die die Kosten von 3,5 Millionen Euro für Sportinfrastruktur und Verstärkung der Beschneiungsanlage getragen hatten. "Ohne die moderne Wasserkühlung hätten wir die notwendige Schneemenge in diesem schwierigen Winter nie und nimmer produzieren können. Das wäre für die WM ganz kritisch gewesen", wird Fussi zitiert.

"Haben sehr gute Position im Internationalen Skiverband"

Für die Zukunft zeigte man sich bereit. "Wir haben dank dieser Doppel-WM eine sehr gute Position im Internationalen Skiverband, die FIS weiß unsere Stärken zu schätzen. Wenn wir wollen, werden wir in den nächsten Jahren sicherlich eine große Rolle im Weltcupkalender spielen", ist Haas überzeugt.

Das Murauer Bezirkspolizeikommando zog nach den Weltmeisterschaften eine durchwegs positive Bilanz: Sowohl die Bewerbe als auch die WM-Partys seien "gesittet" und ohne gröbere Zwischenfälle verlaufen, erklärte Kurt Adlaßnig, stellvertretender Bezirkspolizeikommandant, am Montag. Alkoholexzesse blieben aus.

Auch die An- und Abreisen hätten reibungslos und ohne Staus funktioniert. Es standen genügend Parkplätze zur Verfügung: "Wir können dem Veranstalter nur gratulieren", sagte Adlaßnig abschließend. Für die Hotellerie und Gastronomie verlief die WM wie erhofft, berichtete Melanie Koch, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Murau-Kreischberg: "Genaue Zahlen liegen noch nicht vor, aber die 20.000 erwarteten Nächtigungen haben wir auf alle Fälle geschafft."

Alle in der Region seien "happy" mit dem Verlauf, das Wetter habe gepasst und auch die Stimmung sei gut gewesen: "Alles kam rüber wie geplant." Der Tourismus werde von der WM auf alle Fälle in den kommenden Jahren profitieren.