Erstellt am 26. Juni 2015, 14:23

von APA Red

Präsident Fischer bei Expo: "Österreich-Pavillon inspiriert". Präsident Heinz Fischer hat am Freitag anlässlich des österreichischen Nationaltags den heimischen Pavillon bei der Mailänder Expo besichtigt.

 |  NOEN, APA (OTS/Alex Kramel)

In Begleitung des Landschaftsarchitekten Klaus K. Loenhart, der das Konzept entworfen hat, bewunderte Fischer den dichten Naturwald im Pavillon, mit dem Österreichs Luft- und Lebensqualität hervorgehoben wird.

"Hier in Mailand präsentiert sich Österreich als Land mit einer intakten Umwelt und einer einmalig schönen Landschaft. Die Idee, eine grüne Oase inmitten der Expo einzurichten, ist genial. Hier in Mailand ist Österreich mit einem attraktiven Pavillon vertreten, der kein kompliziertes Bauwerk ist, sondern durch ein Waldsystem Österreichs Kompetenz im Umweltbereich in den Vordergrund stellt. Während andere Expo-Pavillons auf Technologie setzen, wollen wir unsere Rolle im Bereich Natur und Luft hervorheben und dieses Konzept findet großen Anklang bei dem Publikum, wie der Besucheransturm bezeugt", sagte Fischer im Gespräch mit der APA.

Vor dem Eingang des Pavillons pflanzte Fischer eine Schwarzkiefer. "Als Naturfreund finde ich es sehr wichtig, dass Österreich mit seinem Expo-Auftritt Impulse für grüne Städte von morgen mit einem erfrischenden und gesunden Mikroklima liefert", sagte der Präsident zu Beginn seines Besuchs.

Zum österreichischen Nationaltag reiste Fischer mit einer hochkarätigen Delegation aus Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP), Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) und Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) zur Mailänder Expo. Mitterlehner meinte, die Expo eröffne neue Marktchancen für Österreichs Ingenieurs- und Planungs-Dienstleistungen. "Österreich liegt mit seinen Innovationen zu den Themen nachhaltige Entwicklung, Umweltschutz und Energieeffizienz am Puls der Zeit. Unser Know-how bei Öko-Innovationen ist weltweit gefragt", sagte Mitterlehner.

Mitterlehner hob die enge Vernetzung zwischen Österreich und Italien hervor. Italien ist nach Deutschland der zweitwichtigste Wirtschaftspartner Österreichs. Jeweils rund 6,5 Prozent aller Importe und aller Exporte entfallen auf die Handelsbeziehungen mit dem südlichen Nachbarland. Das Handelsvolumen belief sich 2014 auf mehr als 16 Milliarden Euro, die heimischen Exporte lagen bei 8,2 Milliarden Euro. Viel Potenzial gebe es laut Mittellehner auch für den Tourismus. "Die Expo ist daher auch eine Chance, das Qualitätstourismusland Österreich in die Auslage zu stellen", sagte Mitterlehner.

Zwölf Millionen Euro ließ sich Österreich seinen Expo-Auftritt kosten. "Die Investition, die viel geringer als jene anderer Länder ist, rentiert sich. Der Erfolg des Pavillons ist überraschend groß. Während andere Pavillons mit Technologie informieren, inspirieren wir mit Natur und guter Luft: Wir wecken Emotionen. Dieser Nationaltag ist für uns ein Höhepunkt. Der Pavillon zeigt, was er kann, wie auch die Besucherzahlen bezeugen", sagte der mit Österreichs Expo-Auftritt beauftragte Regierungskommissär Josef Pröll. Seit der Eröffnung der Expo am 1. Mai haben fast 600.000 Besucher den österreichischen Pavillon besichtigt.

Fischer wird am Freitagnachmittag im Triennale-Museum in Mailand, einer der renommiertesten Designinstitutionen der Welt, die Ausstellung "Austrian Design Explosion" eröffnen. Gezeigt werden vom 26. Juni bis zum 5. Juli Schlüsselbeispiele der österreichischen Design- und Technologielandschaft sowie Arbeiten aus verwandten Bereichen. Die Werke kommen von insgesamt 120 österreichischen Unternehmen und Kreativschaffenden, die unter anderem auch in den Bereichen Architektur, Mode, Musik, Film und Kunst aktiv sind.