Erstellt am 17. Juni 2015, 09:43

von APA/Red

Inflation blieb in Österreich im Mai bei 1,0 Prozent. Die Teuerung ist in Österreich weiter schwach. Auch im Mai blieb die Jahresinflationsrate bei 1,0 Prozent, wie dies schon im April und März der Fall war. Erneut war dabei Wohnen der stärkste Preistreiber.

Hauptpreisdämpfer waren Treibstoffe  |  NOEN, APA

Billige Treibstoffe erwiesen sich als Hauptpreisdämpfer - ohne sie hätte die Inflation im Mai 1,3 Prozent betragen, wie die Statistik Austria am Mittwoch erklärte.

Die Teuerung für Pensionistenhaushalte (PIPH) betrug im Mai gegenüber dem Vorjahr 1,3 Prozent, nach +1,2 Prozent im April. Die für die Eurozone ermittelte harmonisierte Inflationsrate Österreichs (HVPI) lag bei 1,0 (0,9) Prozent, diesmal also auf Höhe des VPI.

Gegenüber dem Vormonat April lag das Preisniveau in Österreich im Mai um 0,3 Prozent höher - wie beim VPI auch beim Pensionisten-Preisindex. Und laut HVPI-Rechnung erhöhten sich die Verbraucherpreise im Monatsabstand im Schnitt um 0,2 Prozent.

Der typische wöchentliche Einkauf, der neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, kam auch im Mai billiger als ein Jahr davor, jedoch schrumpfte der Preisrückgang auf 0,2 Prozent, nach noch -0,6 Prozent im April.

Wohnung, Wasser und Energie teurer 

Der klassische tägliche Einkauf, der vor allem Nahrungsmittel umfasst, verteuerte sich im Mai gegenüber dem Vorjahr um 0,9 (im April: 1,0) Prozent, also etwas schwächer als der Anstieg des allgemeinen Preisniveaus (VPI), wie die Statistik Austria am Mittwoch in einer Aussendung erklärte.

Den stärksten Einfluss auf die Jahres-Teuerungsrate - rechnerisch +0,27 Prozentpunkte - übte im Mai die Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" mit durchschnittlich 1,4 Prozent Anstieg aus. Neben Wohnungsmieten (+5,0 Prozent) verteuerten sich dabei etwa auch die Betriebskosten für Mietwohnungen (+2,8 Prozent) sowie für Eigentumswohnungen (+2,2 Prozent). Die Instandhaltung von Wohnungen wurde um 1,0 Prozent kostspieliger.

Dank der um 13,8 Prozent gesunkenen Heizölpreise verbilligte sich die gesamte Haushaltsenergie im Schnitt um 1,7 Prozent. Gas kostete dabei um 0,3 Prozent weniger als ein Jahr davor. Teurer kamen Strom um 0,3 Prozent, feste Brennstoffe um 1,5 Prozent und Fernwärme um 4,5 Prozent.

Bei "Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken", die im Schnitt 1,1 Prozent teurer kamen, erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel im Vergleich zum Vorjahr im Mai mit +0,6 Prozent schwächer als im April (+1,1 Prozent). Grund dafür war der gedämpfte Preisanstieg bei Fleisch (Mai +0,8 Prozent, April +2,2 Prozent).

Milch, Käse und Eier günstiger

Für Brot und Getreideerzeugnisse stiegen die Preise um 2,0 Prozent, für Gemüse um 2,7 Prozent, für Obst um 0,4 Prozent. Milch, Käse und Eier kosteten dagegen insgesamt um 1,3 Prozent weniger. Alkoholfreie Getränke verteuerten sich im Schnitt relativ kräftig um 4,1 Prozent, und Bohnenkaffee kostete sogar um 10,4 Prozent mehr als im Mai 2014.

Bei "Restaurants und Hotels" (im Schnitt +3,0 Prozent) verteuerten sich Bewirtungsdienstleistungen um 3,2 Prozent und Beherbergungsdienstleistungen um 0,6 Prozent. Bei "Verschiedenen Waren und Dienstleistungen" (+1,9 Prozent) wirkten sich um 1,8 Prozent teurere Versicherungsdienstleistungen aus.

In der Ausgabengruppe "Verkehr", die sich im Schnitt um 2,1 Prozent verbilligte, erwiesen sich Treibstoffe mit 8,7 Prozent Preisrückgang weiterhin als Hauptdämpfer, jedoch mit geringerer Dynamik als im April (-10,4 Prozent). 

Dabei kostete Diesel im Mai um 9,7 Prozent weniger als ein Jahr davor, Superbenzin wurde um 7,2 Prozent günstiger. Reparaturen privater Verkehrsmittel verteuerten sich um 3,1 Prozent.

Im Monatsabstand war die Ausgabengruppe "Freizeit und Kultur" mit im Schnitt 0,8 Prozent Anstieg der Hauptpreistreiber. Dazu trugen vor allem die saisonbedingt um 6,0 Prozent teureren Pauschalreisen bei.

Hauptpreisdämpfer von April auf Mai war die Ausgabengruppe "Bekleidung und Schuhe" (im Schnitt -0,3 Prozent), in der Bekleidungsartikel 0,6 Prozent günstiger wurden.