Erstellt am 28. Oktober 2015, 16:49

von APA/Red

Prozess um 60-fache Vergewaltigung von Ehefrau vertagt. Ein 35-jähriger Mann, dem vorgeworfen wird, seine Ehefrau 60-mal vergewaltigt zu haben, hat sich am Mittwoch vor dem Landesgericht Ried im Innkreis verantworten müssen.

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Der Ägypter leugnete die Taten, wird aber von Zeugen belastet. Am Nachmittag wurde der Prozess vertagt. Das Gericht will noch weitere Zeugen hören.

Der Mann hat seine Frau, mit der er offenbar verwandt ist, 2014 aus Ägypten geholt. Das Paar wohnte seither im Innviertel. Laut Anklage seien die Übergriffe im Zeitraum von März bis Oktober 2014 erfolgt. Er soll seine Frau geschlagen, bedroht und vergewaltigt haben. U.a. habe er mit einem Glas nach ihr geworfen oder ihr einen Polster ins Gesicht gedrückt, damit sie nicht schreit.

Das Opfer hatte nach den Übergriffen Anzeige erstattet. Zwei Cousins des Mannes haben die Aussagen der Ägypterin bei der Polizei bestätigt. Der Angeklagte stritt aber vor Gericht alles ab. "Es gibt keinen Mann, der seine Frau vergewaltigt", meinte er. Er gab lediglich zu, sie einmal geschlagen zu haben. Heute lebt das Paar getrennt. Der 35-Jährige, der behauptet, nicht zu wissen, wo seine Frau sich aufhält, ist nicht in Untersuchungshaft.

Am Nachmittag wurde der Prozess vertagt. Das Gericht will noch weitere Zeugen laden. Ein Termin für die Fortsetzung der Verhandlung stand noch nicht fest.