Erstellt am 19. Mai 2014, 10:52

Putin stoppt Militärmanöver an Grenze zur Ukraine. Russlands Präsident Putin hat die Beendigung der russischen Militärmanöver nahe der ukrainischen Grenze angeordnet.

Die Frühjahrsmanöver auf den Übungsplätzen in den Grenzgebieten Brjansk, Rostow am Don und Belgorod seien abgeschlossen, teilte der Kreml am Montag mit.

Putin habe den Verteidigungsminister angewiesen, die an den Frühjahrsmanövern beteiligten Truppenverbände in ihre "ständigen Stützpunkte" zurückzubeordern, heißt es in einer Erklärung. Die Anweisung bezog sich auf Truppenverbände in den Regionen Rostow, Belgorod und Briansk. Der russische Präsident forderte demnach zugleich ein sofortiges Ende der "repressiven" Militäreinsätze der ukrainischen Übergangsregierung im Osten des Landes und ein Ende der dortigen Gewalt.

Es ist nicht der erste Mal, dass Moskau von einem Truppenrückzug an der Grenze berichtet. Die NATO hatte die Mitteilungen aus Moskau in der Vergangenheit angezweifelt und von immer noch erhöhten Kontingenten berichtet.

Russland forderte die ukrainische Führung auch zur unverzüglichen Freilassung von zwei festgenommenen Moskauer Journalisten auf. Der russische Außenminister Sergej Lawrow appellierte an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Druck auf die Regierung in Kiew auszuüben, damit die Reporter wieder in Freiheit kommen, wie das Ministerium in Moskau am Montag mitteilte.

Regierungstruppen hatten die Festnahme bestätigt und den beiden Journalisten des kremltreuen Fernsehsenders Lifenews vorgeworfen, militante prorussische Separatisten begleitet zu haben. Die Journalisten hatten die "Terroristen" demnach bei einem Überfall auf einen Flugplatz nahe der Stadt Kramatorsk filmen wollen.