Erstellt am 07. Mai 2014, 15:41

Putin will Verschiebung von Abspaltungsreferendum. Russlands Präsident Putin hat eine Verschiebung des umstrittenen Referendums in der Ostukraine am kommenden Sonntag gefordert.

Es müssten erst die Bedingungen dafür geschaffen werden, sagte der russische Präsident der Agentur Interfax zufolge am Mittwoch in Moskau. Auißerdem zeigte sich Putin bereit, mit der OSZE über einen Weg aus der Ukraine-Krise zu beraten.

Er wisse, dass die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ihre eigenen Vorschläge und Ideen habe, wie die Situation zu klären sei, sagte Putin am Mittwoch vor einem Gespräch mit dem OSZE-Vorsitzenden Didier Burkhalter.

"Lassen Sie uns die Situation analysieren und Wege aus der Krise suchen", sagte Putin. Burkhalter ist Schweizer Bundespräsident und Außenminister und hat in diesem Jahr den OSZE-Vorsitz inne. Er war am Mittwoch zu Gesprächen nach Moskau gereist, nachdem er am Dienstag an der Europaratstagung in Wien teilnahm.

Die OSZE fordert angesichts der Gewalt in der Ukraine vor der für den 25. Mai geplanten Präsidentenwahl einen Waffenstillstand. Die OSZE will die Wahl mit mehr als 1000 Beobachtern begleiten und so einen ordnungsgemäßen Ablauf sicherstellen.

In Berlin empfing Deutschlands Bundeskanzlerin Merkel den ukrainischen Präsidentschaftskandidaten Pjotr Poroschenko. Poroschenko, der als aussichtsreichster Kandidat bei der Wahl gilt, verteidigte den gewaltsamen Einsatz der Sicherheitskräfte gegen pro-russische Separatisten. "Für Terroristen müssen wir eine Sprache finden, die sie verstehen, und das ist Druck", sagte Poroschenko bei seinem Besuch in Berlin. "Es ist unser oberstes Ziel, Recht und Ordnung wiederherzustellen", fügte er hinzu.