Erstellt am 11. November 2016, 12:14

Erneute Anklage gegen Jan Ullrich in der Schweiz. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell in der Schweiz erhebt zum zweiten Mal Anklage gegen den ehemaligen Radstar Jan Ullrich. Es geht um einen Autounfall, den der Deutsche im Mai 2014 betrunken und mit weit übersetzter Geschwindigkeit verursacht hat.

Erneut juristischer Ärger um Jan Ullrich  |  APA/ag.

Das Bezirksgericht Weinfelden hatte Mitte 2015 die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft im abgekürzten Verfahren nicht genehmigt und eine nochmalige Untersuchung verlangt. Deshalb klagt die Staatsanwaltschaft Ullrich jetzt im ordentlichen Verfahren an, wie sie am Freitag mitteilte. Dem Deutschen werden vorsätzliche grobe Verletzung der Verkehrsregeln und wiederholtes Fahren in qualifiziert fahrunfähigem Zustand vorgeworfen, wie es hieß.

Die Staatsanwaltschaft habe den Beschuldigten nochmals eingehend befragt und zwei zusätzliche Gutachten eingeholt. Erhoben wurden etwa weitere Beweise zur Frage von Ullrichs Fahrunfähigkeit und zu Medikamenten, die er allenfalls eingenommen hatte. Das Bezirksgericht Weinfelden hatte bei der ersten Anklage Zweifel an der Anklageschrift geäußert, konkret etwa zur Geschwindigkeit und zur Einnahme von Medikamenten.

Der im Schweizer Thurgau wohnhafte Ullrich hatte beim Unfall im Mai 2014 in Mattwil zuerst mit seinem Wagen mit hohem Tempo an einer Kreuzung ein stehendes Auto von hinten gerammt. Kurz danach prallte er frontal in einen entgegenkommenden PKW. Dabei wurde niemand schwer verletzt.