Erstellt am 18. September 2014, 11:38

von APA Red

Rätselraten um Suizid in Streifenwagen. Einen Tag nach dem Suizid eines 48 Jahre altem Mannes in einem Streifenwagen der Polizei in Heiligenblut (Bezirk Spittal) in Kärnten herrschte am Donnerstag weiterhin Rätselraten über den Hergang des Vorfalls.

Der Kärntner Zeitsoldat hatte einem Beamten während der Fahrt die Dienstwaffe entrissen und sich in den Kopf geschossen. Vom Landeskriminalamt wurden Ermittlungen aufgenommen.

Mutter machte sich Sorgen um Sohn

Am Mittwoch waren zwei Beamte von der Mutter des 48-Jährigen zu dessen Haus gerufen worden. Sie mache sich Sorgen um ihren Sohn, da er sich nicht melde, teilte die Frau der Polizei mit. Die Polizisten trafen den Mann in seinem Haus an, dieser erklärte, Probleme zu haben und äußerte Suizidabsichten.

Daraufhin überredeten die Polizisten den 48-Jährigen, mit auf die Dienststelle in Heiligenblut zu kommen. Auf der Fahrt dorthin – in der sogenannten Fleißkehre – griff der Mann plötzlich zum Holster des vor ihm am Beifahrersitz sitzenden Beamten und beging Selbstmord.

Wie er die Waffe aus dem verriegelten Holster entreißen konnte, war vorerst unklar. Allgemein wurde angenommen, dass er als Zeitsoldat den Umgang mit Waffen geübt war.