Erstellt am 25. Juli 2015, 19:57

von APA/Red

Novomatic greift nach Casinos. Der Glücksspielkonzern Novomatic will bei den Casinos Austria einsteigen und ist mit seinen Angeboten an die privaten Aktionäre schon weit vorangekommen, berichtet der "Kurier" online.

 |  NOEN, Novomatic
Demnach wolle die Raiffeisen-Gruppe das Angebot von Novomatic annehmen. Auch die MTB Privatstiftung von Theresia Babler mit 16,8 Prozent "dürfte schon unterschrieben haben".

Von Novomatic war Samstagnachmittag bisher keine Stellungnahme zu erhalten.

Die "Raiffeisen-Gruppe will ihre Anteile an Erzrivalen des Monopolisten verkaufen", schreibt der "Kurier". Raiffeisen und andere halten über die Medial Beteiligungs-Gesellschaft 38,29 Prozent an den Casinos (Casag). Innerhalb der Medial habe sich Novomatic bereits die Anteile von Leipnik Lundenburger gesichert. Bei der börsenotierten UNIQA wollten sich nächste Woche die Gremien mit einem Angebot von Novomatic beschäftigen. Leipnik Lundenburger und die UNIQA halten zu gleichen Teilen gemeinsam 22 Prozent an den Casinos.

Vorgehen der Miteigentümer noch offen

Ob die anderen Casag-Miteigentümer in der Medial, das Bankhaus Schelhammer & Schattera und die Vienna Insurance Group (VIG), ihre Anteile an den Casinos an die Novomatic verkaufen sei noch offen, heißt es im "Kurier".

Ein Gutachten der KPMG im Auftrag der Medial soll zu einem Wert der Casag zwischen 440 und 500 Mio. Euro gekommen sein. Das Angebot der Novomatic soll "gut liegen", heißt es in der Zeitung.

An den Casinos hält die Republik Österreich über die staatliche Beteiligungsholding ÖBIB 33,24 Prozent.