Erstellt am 15. Januar 2015, 13:04

von APA Red

Walkner gab Rallye Dakar wegen Magenproblemen auf. Die Dakar Rallye ist für Debütant Matthias Walkner auf der viertletzten Etappe wegen einer Erkrankung vorzeitig zu Ende gegangen.

Der Sensationssieger des dritten Teilstücks der legendären Offroad-Veranstaltung musste am Mittwoch auf dem Verbindungsweg zum Start der Sonderprüfung des zehnten Teilstücks von Calama (CHI) nach Cachi (ARG) wegen Magenproblemen aufgeben. "Er musste sich mehrmals übergeben und dann leider aufgeben. Er ist gerade im Wohnmobil mit unserem Arzt unterwegs nach Salta", teilte KTM-Teammanager Alex Doringer auf Walkners Facebook-Seite mit. Walkner habe schon in der Früh Magenbeschwerden gehabt, sei aber trotzdem noch 300 km bis zur chilenisch-argentinischen Grenze gefahren.

"Ich habe mich extrem schwach und müde gefühlt. Ich habe alles probiert, aber ich habe einfach gemerkt, dass es nicht wirklich einen Sinn macht, weil dafür ist das Risiko einfach zu groß und es ist einfach zu gefährlich", meinte der im Teamcamp von 39 Grad Fieber und starken Gliederschmerzen geplagte Walkner.

Im Laufe seiner ersten Dakar waren dem früheren MX3-Weltmeister neben seinem Sieg auch noch mehrere weitere Spitzenplätze gelungen. In der Gesamtwertung war Walkner auf dem sechsten Teilstück wegen eines technischen Defekts aber aussichtslos zurückgeworfen worden. Zum Zeitpunkt seines Ausscheidens lag der KTM-Werksfahrer mit mehr als fünfeinhalb Stunden Rückstand auf seinen Markenkollegen Marc Coma (ESP) außerhalb der Top 20 der Gesamtwertung.

"Habe ein paar coole Sachen setzen können"

Walkner zog trotz seiner krankheitsbedingten Aufgabe bei der Dakar Rallye ein überwiegend positives Fazit. "Die Dakar ist nicht umsonst die härteste Langstreckenrallye der Welt, das habe ich bei eigenem Leibe miterleben dürfen. Alles in allem habe ich extrem viele positive Eindrücke gewonnen, die überwiegen sicher", sagte der Salzburger.

Der 28-Jährige vermutet, dass die Ursache für seinen Zustand am Vortag zu suchen sei, als er am Ende der Etappe zweieinhalb Stunden ohne Trinkwasser auskommen musste. Walkner betonte, dass ihm die Aufgabe nicht leicht gefallen sei und gab zu, die eine oder andere Träne verdrückt zu haben. Trotz des schlechten Endes sei er mit seinem Debüt - bei dem er unter anderem mit einem Sieg auf der 3. Etappe für Furore gesorgt hatte - zufrieden. "Ich habe ein paar coole Sachen setzen können und es ist ein paar Mal richtig gut gegangen", sagte der ehemalige MX3-Weltmeister.

Titelverteidiger baut Gesamtvorsprung aus

Den Sieg auf der langen Etappe über die Anden sicherte sich der im Gesamtklassement bereits abgeschlagene Spanier Joan Barreda. Für den Honda-Fahrer war es der bereits dritte Tagessieg. Er gewann rund eineinhalb Minuten vor seinem Landsmann Marc Coma auf KTM. Der Titelverteidiger baute damit seinen Gesamtvorsprung gegenüber Verfolger Paulo Goncalves (POR/Honda) auf über sieben Minuten aus.

Nasser Al-Attiyah aus Katar hat am Mittwoch bei der Rallye Dakar in der Auto-Kategorie seinen bereits vierten Tagessieg gefeiert und damit die Führung weiter gefestigt. Der Mini-Pilot liegt nach der Anden-Überquerung von Calama in Chile nach Salta in Argentinien (358 km) bereits über 28 Minuten vor Giniel de Villiers (RSA/Toyota) und 43 Minuten vor dessen Markenkollegen Yazeed Alrajhi (KSA).

Während Al-Attiyah nur noch drei Etappen auf seinen zweiten Gesamtsieg nach 2011 fehlen, ist die Dakar für Titelverteidiger Nani Roma (Mini) nach einem Unfall auf der 10. Etappe gelaufen.