Erstellt am 03. Oktober 2015, 09:22

Rapid setzt gegen Salzburg auf Europa-League-Schwung. Rapid geht mit der Hochstimmung aus dem jüngsten Erfolg in der Fußball-Europa-League in den Liga-Schlager gegen Red Bull Salzburg. Durch das 1:0 bei Dinamo Minsk tankte der Tabellenführer zusätzliches Selbstvertrauen für das Match am Sonntag (16.30/live ORF eins, Sky) im Happel-Stadion gegen den Meister - da sollte die Doppelbelastung nicht ins Gewicht fallen, wie Trainer Zoran Barisic betonte.

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"Wir sind im Moment erfolgreich. Es gibt nichts Schöneres, als immer zu spielen, noch dazu für Rapid vor einer tollen Kulisse. Das gibt einen zusätzlichen Schub", erklärte der Wiener und versprach: "Wir werden gut regeneriert haben, um eine Top-Leistung abliefern zu können."

Im Falle eines Sieges würde der Vorsprung Rapids auf den derzeitigen Tabellenzweiten schon sieben Punkte betragen. "Das wäre sicher ein Polster", sagte Barisic. Der 44-Jährige stellte aber auch klar: "Vom Meistertitel zu reden, davon sind wir so weit entfernt wie die Erde vom Mond."

Gegen Salzburg muss Barisic unter anderem auf den noch nicht topfitten Thanos Petsos verzichten, auch Louis Schaub fällt wegen seiner gegen Dinamo Minsk wieder akut gewordenen Knöchelverletzung aus. "Wir werden bei beiden nichts riskieren. Wir haben in diesem Jahr noch viele Partien, da brauchen wir jeden Spieler hundertprozentig fit", meinte der Rapid-Betreuer, der mit einen intensiven Match rechnet. "Es wird sehr zweikampfbetont werden. Salzburg hat sich zuletzt stabilisiert und Soriano befindet sich in Topform."

Auch Sportdirektor Andreas Müller warnte vor den Mozartstädtern. "Sie haben sehr hohe Qualität, sind mittlerweile eingespielt und haben ein anderes Budget als wir." Deshalb bezeichnete der Deutsche Salzburg als Titelfavorit Nummer eins. "Doch wir wollen die Schere zu Salzburg schließen, und da sind wir auf einem guten Weg."

Der Sportdirektor hofft darauf, dass sein Club auch das vierte Aufeinandertreffen in Folge mit Salzburg ungeschlagen übersteht. "Wir haben eine breite Brust. Wenn jeder 100 Prozent abruft, können wir gewinnen", sagte Müller zwei Tage vor dem Bundesliga-Hit, für den bis Freitagnachmittag 18.000 Karten abgesetzt wurden.