Erstellt am 25. April 2014, 17:31

Rapid will gegen Meister Salzburg Rang zwei halten. Im Topspiel der 34. Bundesligarunde hat Rapid am Samstagabend den neuen Meister Salzburg zu Gast, es kommt also zum Duell Zweiter gegen Erster. Im Abstiegskampf empfängt Schlusslicht Innsbruck den aktuellen Dritten Austria. Der Vorletzte Wr. Neustadt will gegen Grödig das Abstiegsgespenst endgültig bannen, Ried spielt gegen Admira. Die Runde wird am Sonntag mit dem Duell WAC - Sturm abgeschlossen.

Für die Salzburger ist das Gastspiel bei Rekordmeister Rapid die erste Partie nach Bekanntwerden des Abgangs von Trainer Roger Schmidt zu Bayer Leverkusen mit Saisonende. Die Hütteldorfer dürfen hingegen auch nächste Saison auf Trainer Zoran Barisic bauen, der seinen Vertrag am Freitag verlängerte. "Es sind zwei laufstarke Mannschaften, es wird sicher ein intensives Spiel werden", ist Barisic überzeugt.

Das letzte direkte Duell war ein echter Leckerbissen, beim 6:3 für Salzburg am 2. März in der Mozartstadt boten beide Mannschaften einen attraktiven Angriffsfußball. "Für mich war das letzte Duell eines der besten Spiele in Österreich in den letzten Jahren überhaupt. Wir wollen ein super Spiel abliefern und unsere Fans begeistern", gab Barisic die Marschroute vor. "Es ist ein Unterschied ob man knapp Zweiter wird oder mit 30 Punkten Rückstand. Ich glaube, dass Rapid zeigen will, dass sie besser sind, als es der Abstand zeigt", rechnete Schmidt mit einem gefährlichen Gegner.

Im Kampf um den Klassenerhalt benötigt Wacker Innsbruck daheim gegen die Austria unbedingt einen Sieg - nur in diesem Fall hat die Mannschaft von Michael Streiter eine halbwegs seriöse Chance, den drei Runden vor Schluss sechs Punkte voranliegenden SC Wiener Neustadt noch abzufangen. Am Selbstvertrauen sollte es nicht scheitern, schließlich schöpften die Innsbrucker zuletzt mit zwei Siegen in Folge wieder Zuversicht. Aber nicht nur für die Tiroler steht viel auf dem Spiel - die Austria kämpft im Tivoli-Stadion um die Absicherung des Europacup-Platzes. Mit einem Sieg könnte dieses Ziel erreicht werden, sofern die Grödiger gleichzeitig nicht in Wiener Neustadt gewinnen.

In Wr. Neustadt könnte den Gastgebern gegen Grödig schon ein Punktgewinn zum Klassenerhalt reichen, wenn die Tiroler gegen die Austria verlieren. "Wir haben jetzt die Chance, das nachzuholen, was wir vor einer Woche in Innsbruck verabsäumt haben", erklärte Trainer Heimo Pfeifenberger, dessen Truppe in den vergangenen sieben Partien nur einen Punkt ergatterte. Durch das 1:3 gegen Wacker wurde die Situation für die Wiener Neustädter wieder ungemütlich. Die Gäste sind aber auch hoch motiviert wie Grödig-Coach Adi Hütter bestätigt. "Wir fahren nach Wiener Neustadt, um zu gewinnen", betonte der Vorarlberger, der eine Europacup-Teilnahme noch nicht abgeschrieben hat.

Das Heimspiel gegen die Admira könnte zur letzten Partie von Michael Angerschmid auf der Trainerbank von Ried werden. Sollten die Innviertler einen Sieg gegen die Südstädter verpassen, wäre die Vorgabe von 48 Punkten am Saisonende für eine Vertragsverlängerung des Oberösterreichers nicht mehr zu erreichen - in diesem Fall ist sogar ein vorzeitiger Abschied möglich. "Es ist vorgesehen, dass ich meinen Vertrag bis Saisonende erfülle. Wenn aber der Verein sagt, die letzten beiden Spiele soll ein anderer als Trainer machen, muss ich das akzeptieren", erklärte Angerschmid.

Sturm Graz kämpft am Sonntag in der Wolfsberger Lavanttal-Arena um die Fortsetzung des jüngsten Aufwärtstrends. In den sieben Runden vor dem Auswärtsspiel am Sonntag gegen den WAC kassierten die Steirer nur eine Niederlage und schafften außerdem den Einzug ins Cup-Semifinale - so könnte eine über weite Strecken verkorkste Saison für Sturm doch noch versöhnlich zu Ende gehen. Trainer Darko Milanic sieht das Duell mit dem WAC als wichtigen Test im Hinblick auf das Cup-Semifinale am 7. Mai beim SKN St. Pölten und sprach deshalb von einer "extrem wichtigen Partie.