Erstellt am 03. März 2016, 10:13

von APA Red

Rapids Spitzenposition als "Momentaufnahme". Rapid hat am Mittwoch erstmals seit der elften Runde wieder die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen.

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Die Hütteldorfer setzten sich im Heimspiel gegen den SV Mattersburg problemlos mit 3:0 durch und liegen dadurch mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze, weil Red Bull Salzburg bei Sturm Graz nicht über ein 0:0 hinauskam.

Durch den um zwei Stunden späteren Beginn der Partie in der Steiermark stand Rapids Sprung auf Platz eins nach dem Schlusspfiff im Happel-Stadion noch nicht fest. Dennoch betonte Trainer Zoran Barisic schon prophylaktisch, dass die aktuelle Leader-Position nicht mehr als eine "Momentaufnahme" sei. "Mir geht es nur um unser Spiel. Wir wollen die Fans mit unserem Fußball begeistern", sagte der Wiener.

Dies gelang gegen die Burgenländer weitaus besser als noch drei Tage zuvor beim mühevollen 3:2 gegen Grödig. "Wir wollten eine Steigerung im Vergleich zum Grödig-Spiel, und das ist uns gelungen", meinte Barisic, dessen Mannschaft gegen den SVM deutlich gefestigter wirkte als noch am vergangenen Sonntag.

Ob sich nun der erhoffte Lauf einstellt, der zum ersten Titel seit 2008 führen könnte, wagte der Rapid-Coach nicht zu prophezeien. "In einen Flow zu kommen, geht nicht auf Knopfdruck. Diese Leichtigkeit muss man sich hart erarbeiten."

Zumindest in der Liga befindet sich Rapid bereits auf der Erfolgswelle - zuletzt gelangen fünf Meisterschaftssiege in Folge. Am Sonntag aber wartet das unangenehme Auswärtsspiel in Altach, wo es für die Grün-Weißen schon des öfteren einen Dämpfer setzte. "Die Altacher kämpfen mit Rotz und Wasser. Es wird an uns liegen, wie wir dort auftreten", sagte Barisic vor dem Duell mit dem Vorletzten.

Für Salzburg geht es bereits am Samstag mit dem Heimspiel gegen Grödig weiter. Bis dahin gilt es, die enttäuschende Nullnummer von Graz zu verdauen. "Wir können uns nicht beklagen, dass wir nur einen Punkt mitnehmen. Es war kein gutes Spiel von uns. Wir müssen aggressiver sein und mehr Duelle gewinnen", forderte Flügelspieler Valentino Lazaro.

Auch sein Trainer Oscar Garcia ortete Verbesserungsbedarf. "Mit meiner Mannschaft war ich nur 60 Minuten des Spiels zufrieden, und ich bin nie zufrieden, wenn ich nicht gewinne", erklärte der Spanier. Sturm-Coach Franco Foda hingegen war mit dem Remis nicht unglücklich. "Natürlich hätte ich gerne gewonnen, ich bin mit dem Resultat aber zufrieden", sagte der Deutsche.

Seine Spieler trauerten einem möglichen vollen Erfolg über den Doublegewinner nach. "Es hätte sich keiner beschweren dürfen, wenn wir gewonnen hätten", behauptete Marko Stankovic, und Kristijan Dobras ergänzte: "Ein Sieg wäre verdient gewesen, aber das letzte Quäntchen Glück hat gefehlt."

Auf Glück war die Austria nicht angewiesen, um gegen die Admira einen souveränen 3:0-Auswärtssieg einzufahren. "Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, sind sehr konzentriert zu Werke gegangen", analysierte Trainer Thorsten Fink. Torschütze Alexander Grünwald gab zu Protokoll: "Die Welt ist für uns wieder halbwegs in Ordnung, nachdem wir zuletzt kritisiert wurden."

Aus den drei Liga-Partien vor dem Südstadt-Gastspiel hatten die "Veilchen" nur einen Punkt ergattert. Durch den Sieg über die Südstädter wurde nun aber Rang drei, der auf jeden Fall zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation reicht, um sieben Zähler vor Sturm Graz abgesichert. Ebenfalls sieben Punkte beträgt der Rückstand auf Rapid.