Erstellt am 03. April 2014, 13:56

Real-Madrid-Coach nach 3:0 gegen BVB zufrieden. Real Madrid scheint die Revanche für das Halbfinal-Aus gegen Borussia Dortmund in der vergangenen Saison zu gelingen.

Nach dem 3:0-Sieg in Spanien am Mittwoch stehen die Madrilenen mit einem Bein im Champions-League-Halbfinale. Cristiano Ronaldo, der zum 14. Mal diese Saison in der "Königsklasse" traf, musste zwar angeschlagen vom Platz, die "Königlichen" gaben aber Entwarnung.

Keine Zeit für Schonung: Liga-Spitzenteam wartet

"Es ist nur ein kleines Knieproblem, ich mache mir deshalb keine Sorgen", sagte Real-Trainer Carlo Ancelotti. Der portugiesische Stürmer hat schon seit einiger Zeit Probleme mit seinem linken Knie, trotzdem führt er nicht nur die Schützenliste der Champions League, sondern auch jene der spanischen Meisterschaft (28 Tore) an. Dementsprechend wichtig ist der 29-Jährige, der in seinen jüngsten acht Champions-League-Spielen immer getroffen hat, für seine Mannschaft.

Zeit für Schonung gibt es allerdings eigentlich keine. Vor dem Rückspiel in Dortmund am Dienstag wartet am Samstag das schwierige Liga-Auswärtsspiel beim Sechsten Real Sociedad. Die Madrilenen haben zuletzt im Titelkampf aufgrund von zwei Niederlagen an Boden verloren und als Dritter drei Punkte Rückstand auf den vorne liegenden Stadtrivalen Atletico.

"Unsere Reaktion nach den zwei Niederlagen zuletzt war gut. Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel und dem Ergebnis", resümierte Ancelotti. In den Vordergrund spielte sich neben Ronaldo, der in Minute 57 für den Schlusspunkt sorgte, und Gareth Bale (3.) auch Spaniens Jungstar Isco (27.), der seine Chance in Abwesenheit des erkrankten Angel di Maria nützte. "Wir haben einen großen Schritt in Richtung Semifinale gemacht", frohlockte der 21-Jährige.

Fehlerhafter BVB blieb in Madrid vieles schuldig

Ancelotti wollte sich mit einem möglichen Halbfinale noch nicht befassen. "Die Dortmunder haben in der zweiten Hälfte gezeigt, dass sie Qualität haben. Sie werden alles versuchen, die Sache noch zu drehen, wir müssen auf der Hut sein und genauso auftreten wie heute", rechnete Reals Trainer noch mit einem harten Stück Arbeit.

Die Dortmunder blieben im Bernabeu-Stadion vor der Pause vieles schuldig, leisteten sich da auch entscheidende Fehler und ließen nach dem Seitenwechsel zudem die Effizienz vermissen. Die spanische Tageszeitung "El Pais" schrieb deshalb nicht ganz zu Unrecht: "Dieser BVB war nur ein entfernter Verwandter der großen Borussia der vergangenen Saison."

"Nicht in Situation für Kampfansagen"

Coach Jürgen Klopp nannte einen der Gründe für die Niederlage: "Nicht kompakt zu sein, ist riskant gegen eine der besten Offensivmannschaften der Welt." Und Tormann Roman Weidenfeller ergänzte: "Wir waren nicht mutig genug und haben es Real zu leicht gemacht."

Abgeschrieben hat der deutsche Tabellenzweite den Aufstieg aber noch nicht. Die Hoffnungen ruhen vor allem in dem am Mittwoch gesperrt gewesenen Torjäger Robert Lewandowski. Der Pole hatte im Vorjahr beim 4:1 gegen Real im Semifinal-Hinspiel alle vier Treffer erzielt.

"Nach allem, was man über Wahrscheinlichkeit sagen kann, ist Real im Halbfinale. Wir haben uns keine Situation geschaffen, um große Kampfansagen zu machen, aber es gibt immer zwei Spiele", sagte Klopp zur Ausgangslage. Im Rückspiel fehlt ihm Kapitän Sebastian Kehl wegen einer Gelbsperre.

PSG zwang Chelsea erfolgreich sein Spiel auf

Beim 3:1-Heimsieg von Paris St. Germain gegen Chelsea musste mit Zlatan Ibrahimovic ebenfalls der Topstar vorzeitig (in Minute 69) verletzt vom Platz. Der schwedische Teamstürmer zog sich eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zu, eine Untersuchung am (heutigen) Donnerstag sollte genauere Informationen bringen.

Ibrahimovic ist mit 10 Toren in der "Königsklasse" und 25 Treffern in der französischen Liga PSG-Toptorschütze. Diesmal sprangen seine Kollegen Ezequiel Lavezzi (4.) und "Joker" Javier Pastore (93.) für ihn in die Bresche. Der dritte Treffer resultierte aus einem Eigentor von David Luiz (61.).

"Wir wollten Chelsea unser Spiel aufzwingen, das ist uns dann in der zweiten Hälfte exzellent gelungen", analysierte PSG-Trainer Laurent Blanc. Der dritte Treffer sei enorm wichtig gewesen. "Wir wissen, dass es an der Stamford Bridge schwierig wird, aber Chelsea ist gezwungen zu attackieren, wir werden daher Platz für Konter vorfinden", betonte Blanc.

Die Offensivabteilung der "Blues" konnte nicht überzeugen, der einzige Treffer fiel aus einem Elfmeter von Eden Hazard (27.). In der Defensive unterliefen außerdem große Schnitzer. "Wir haben für unsere Fehler in der Defensive den Preis bezahlt", war sich Chelsea-Trainer Jose Mourinho bewusst. PSG sei nun in der Favoritenrolle. "Die Aufgabe ist schwierig für uns, aber nicht unmöglich", hat Mourinho die Hoffnung noch nicht aufgegeben.