Erstellt am 28. August 2014, 10:44

Rebellen bestätigen Einsatz russischer Soldaten. Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine haben den Einsatz russischer Soldaten in ihren Reihen bestätigt.

Separatistenführer Alexander Sachartschenko erklärte im russischen Fernsehen: "Unter uns sind kämpfende reguläre Soldaten, die ihren Urlaub lieber nicht an einem Strand nehmen würden, sondern bei ihren Brüdern sein wollen, die für ihre Freiheit kämpfen." Prorussische Separatisten und russische Truppen marschierten gemeinsam kampflos in der südöstlichen Stadt Nowoasowsk ein, meldete auch ein der Regierung in Kiew treuer Milizkämpfer. Die russischen Soldaten trügen zwar Separatisten-Flaggen, es handle sich aber um "reguläre russische Soldaten", sagte der Mann, der unerkannt bleiben wollte.

Ukrainische Armeequellen meldeten am Donnerstag, von Russland gestützte Separatisten hätten die strategisch wichtige Anhöhe Saur-Mogila eingenommen. Auch die Kämpfe im nahen Donezk gingen inzwischen weiter: Aus der von Separatisten besetzten Stadt wurden elf Tote durch Bombardement der ukrainischen Armee gemeldet.

Zuvor hatte am Mittwoch die ukrainische Regierung gemeldet, es sei ein Konvoi russischer Truppen mit Panzerfahrzeugen über die Grenze gekommen. Die USA hatten den Einmarsch verurteilt. Russische Truppen seien 50 km hinter der Grenze auf ukrainischem Boden entdeckt worden, teilte das US-Außenministerium am Mittwoch mit. Moskau "lenke" offenbar eine Gegenoffensive der Rebellen.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat am Donnerstag die USA, die EU und die G-7-Staaten darum gebeten, russisches Vermögen im Ausland bis zum Rückzug der russischen Truppen aus der Ukraine einzufrieren. Frankreichs Präsident Francois Hollande erklärte inzwischen, es wäre "intolerabel und inakzeptabel", sollten sich russische Truppen in der Ukraine befinden. Der Schweizer Vorsitz der OSZE-Staaten berief ein Sondertreffen für 11:00 am Wiener Hauptsitz der Organisation ein.