Erstellt am 12. Mai 2015, 08:01

von APA/Red

ÖVP verpasst sich ein neues Parteiprogramm. Die ÖVP beschließt bei ihrem am Dienstag startenden "Reformparteitag" in der Hofburg in Wien ihr neues Programm und neue Statuten.

Unter anderem ist die Einführung eines Mehrheitswahlrechts sowie ein Reißverschlusssystem für Bundes- und Landeswahllisten vorgesehen. Die Diskussionen dürften mitunter heftig werden.

ÖVP will "jünger, weiblicher und moderner" werden

Basis für das neue Parteiprogramm waren die Ergebnisse einer Mitgliederbefragung im Rahmen des "Evolutionsprozesses". Ziel ist es, "jünger, weiblicher und moderner" zu werden, denn das aktuelle Programm ist 20 Jahre alt.

Bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit gesorgt haben die geplanten Änderungen im Parteistatut. Der Bundesparteivorstand mit derzeit fast 40 Personen soll nämlich nahezu halbiert werden. Minister etwa oder auch EU-Fraktionsführer verlieren ihren Sitz in dem Gremium.

600 Delegierte entscheiden in 50 Abstimmungen

Nach den Diskussionen werden rund 600 Delegierte in insgesamt 50 Abstimmungen über die einzelnen Programmkapiteln und zahlreiche Resolutions- und Abänderungsanträge entscheiden - erstmals elektronisch.

Der Parteitag wird an zwei Tagen abgehalten, nach den inhaltlichen Diskussionen und Abstimmungen am Dienstag stehen tags darauf Reden des Philosophen Konrad Paul Liessmann und Bundesparteiobmann Reinhold Mitterlehner auf dem Programm.