Erstellt am 27. Februar 2015, 16:44

von APA/Red

Rettungsaktion einer Gans mit Dose im Schnabel geglückt. Zwei Wochen lang sind alle Versuche gescheitert, eine Gans beim Leopoldskroner Weiher in der Stadt Salzburg zu fangen, die sich nicht selbst von einer zerquetschten Dose im Schnabel befreien konnte.

Die Sorge der Tierschützer war groß, dass der bereits abgemagerte Vogel verhungern könnte. Das Martyrium nahm am Freitag ein Ende: Ein Tierpfleger des Salzburger Zoos fing die Gans mit der Hand ein. "Der Gans geht es den Umständen entsprechend gut", sagte Tiergarten-Sprecherin Christine Beck-Graninger. Die Red-Bull-Dose, die sich in dem Schnabel verfangen hatte, wurde von Zoo-Tierärztin Miriam Wiesner entfernt. Das Metallstück musste dazu aufgeschnitten werden.

Gans wird im Zoo Salzburg aufgepäppelt

"Die Gans ist wohlauf. Sie pfaucht wenn man in ihre Nähe kommt", freute sich auch Zoo-Tierärztin Miriam Wiesner über ein kräftiges Lebenszeichen des gefiederten Patienten. Das Tier wurde durch den scharfen Rand der Dosenöffnung am Unterschnabel verletzt. Um das Aluminium schmerzfrei zu entfernen, wurde die Gans mit Narkosegas betäubt.

Die nächsten paar Tage wird die Gans zur Erholung in einem Stall im Zoo Salzburg bleiben. Für Besucher ist sie nicht zu sehen. "Die Gans wird hier aufgepäppelt und beobachtet. Die Verletzung wird hoffentlich problemlos abheilen. Sie hat wohl an Gewicht verloren, eine Todesgefahr bestand aber noch nicht. Sie soll so schnell wie möglich zum Weiher zurückkehren", sagte Wiesner.

Die Fangversuche des Zoos und der Berufsfeuerwehr waren durch Personen erschwert worden, die auf eigene Faust die scheue Gans fangen wollten. "Sie wurde dadurch verschreckt", erklärte Beck-Graninger. Auch der Wiener Tierschutzverein hatte sich bereits große Sorgen um "Graugans Mimi" gemacht und an die Bevölkerung appelliert, die professionellen Helfer nicht zu behindern.