Erstellt am 17. März 2015, 07:57

von APA/Red

Parlamentswahl in Israel hat begonnen. In Israel haben Dienstagfrüh die mit Spannung erwarteten vorgezogenen Parlamentswahlen begonnen. Die Wahllokale öffneten um 06.00 Uhr und sollten bis 21.00 Uhr geöffnet bleiben.

Knapp sechs Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, über die Vergabe der 120 Sitze in der Knesset zu entscheiden. Erste Prognosen werden unmittelbar nach der Schließung der Wahllokale erwartet. Knapp sechs Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, über die Vergabe der 120 Sitze in der Knesset zu entscheiden. Erste Prognosen werden unmittelbar nach der Schließung der Wahllokale erwartet.

Ergebnis zeigt, ob Netanyahu im Amt bleibt

Von dem Ergebnis hängt auch ab, ob der seit 2009 amtierende Ministerpräsident Benjamin Netanyahu im Amt bleibt. Herausforderer Isaac Herzog, Spitzenkandidat eines Mitte-links-Bündnisses, hat laut Umfragen gute Chancen, Chef der stärksten Fraktion zu werden. Netanyahu, Vorsitzender der konservativen Likud-Partei, könnte aber trotzdem die besseren Aussichten haben, Bündnispartner für eine neue Koalition zu finden.

Die Kandidaten hatten sich am Montag einen letzten heftigen Schlagabtausch geliefert. Dabei lehnte Netanyahu für den Fall seiner Wiederwahl einen Palästinenserstaat ab. "Alle, die die Schaffung eines Palästinenserstaates und die Rückgabe von Gebieten wollen, machen diese Gebiete anfällig für Angriffe des extremistischen Islam gegen den Staat Israel", sagte Netanyahu. Er rückte zudem die Einheit Jerusalems in den Mittelpunkt und kündigte tausende neue Siedlerwohnungen an.

Herzog "besser als jeder andere Kandidat"

Herzog sagte bei einem Besuch an der Klagemauer in Jerusalem, er sei "besser als jeder andere Kandidat in der Lage, Jerusalem und seine Bewohner zu schützen - und zwar mit Taten und nicht nur mit Worten". In seinem Wahlkampf hatten soziale und wirtschaftliche Fragen eine zentrale Rolle gespielt.

Eine Regierungsbildung im Fall eines Wahlsiegs dürfte für Herzogs Zionistisches Lager schwierig werden, da Netanyahus Verbündete, die rechten und religiösen Parteien, weiter in der Übermacht sind. Sollte erneut ein rechtsorientiertes Parteienbündnis an die Macht kommen, ist kaum mit einer Wiederaufnahme von Friedensgesprächen mit den Palästinensern zu rechnen. Die Mitte-Links-Opposition will hingegen neue Verhandlungen.