Erstellt am 04. April 2014, 20:51

Rohrbombe aus Kellerabteil geborgen. Ein Bombenfund in einem Kellerabteil in Wien-Landstraße hat am Freitag einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Der Fund steht im Zusammenhang mit dem Handgranaten-Mord in Wien-Ottakring.

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Der Bombenfund in einem Kellerabteil in der Erdbergstraße 103 in Wien-Landstraße steht im Zusammenhang mit dem am Freitag geklärten Handgranaten-Mord in Wien-Ottakring vom Jänner. Einer der Verhafteten hatte im Zuge der Einvernahme einen Hinweis auf die in dem Wohnhaus deponierte Rohrbombe gegeben, gab die Polizei am Abend bekannt.

Nähere Details zu der Rohrbombe konnte eine Polizeisprecherin am Freitagabend nicht machen. Der Entmienungsdienst hatte das Sprengmaterial am Abend geborgen und zur Entschärfung nach Niederösterreich gebracht. Die umfangreichen Verkehrssperren waren am Abend wieder aufgehoben worden.

Das Wohnhaus, in dem keine Institutionen residieren, die einen Terroranschlag vermuten lassen könnten, wurde evakuiert. Der Entminungsdienst barg um 19.35 tatsächlich eine Rohrbombe, die in Niederösterreich entschärft werden sollte.

Bombe nach Traiskirchen gebracht

Wer den brisanten Fund gemacht hatte, stand zunächst nicht fest. Erste Informationen sprachen von einer Rohrbombe, ein Verdacht, der sich letztlich bestätigte, sagte Polizeisprecherin Barbara Riehs. Bei dem Einsatz gingen die Beamten mit äußerster Vorsicht vor und "scannten Meter um Meter". Um die Umgebung nicht zu gefährden, wurde die Bombe zur Entschärfung nach Traiskirchen gebracht.

Herkunft muss ermittelt werden

Nachdem die unmittelbare Gefahr beseitigt war, wurde auch die großräumige Sperre der Umgebung aufgehoben. Kurz nach 19.30 Uhr konnte der Verkehr wieder ungehindert fließen. Laut Riehs beginnt nunmehr auch die Arbeit der Kriminalbeamten, um die Herkunft der Rohrbombe zu klären.