Erstellt am 02. Dezember 2015, 12:53

Rolltreppenparty endete mit rund 100 Anzeigen. In Wien haben am Dienstagabend zahlreiche Menschen ihre große Freude über die Inbetriebnahme einer Rolltreppe öffentlich zelebriert.

Für manche von ihnen endete das Spaßevent jedoch mit einer Begegnung der ernsten Art. Wie die Polizei am Mittwoch, sorgten eine Reihe zu wild feiernder Personen für Anrainer-Beschwerden. Schließlich setzte es insgesamt 100 Anzeigen.

Zu der Party in der U-Bahn-Station Schottentor war via Facebook geladen worden. Die beachtliche Anzahl von 14.000 Zusagen im Vorfeld sorgte für einen Social-Media-Hype, dem sich auch traditionelle Medien widmeten. Der Gegenstand im Mittelpunkt des Interesses, also die Rolltreppe, war nach mehrmonatiger Sperre erst kürzlich wieder ihrer Bestimmung übergeben worden.

Zur Opening-Zeremonie, an der sich auch Vertreter der Wiener Linien beteiligten, kamen letztendlich ein paar hundert Menschen. Der Festakt verlief ohne Zwischenfälle, lediglich die U-Bahn-Station wurde von den Verkehrsbetrieben kurzfristig gesperrt.

Zur späteren Stunde sind laut Polizei jedoch mehrere Gäste unangenehm aufgefallen. Sie unterhielten sich - offenbar alkoholisiert - lautstark auf den Gehsteigen um die Passage. Der Aufforderung, leiser zu sein bzw. sich zu entfernen, kamen nach Angaben der Exekutive nicht alle nach.

Das Ergebnis waren knapp 100 Anzeigen wegen Lärmens oder auch wegen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung bzw. die Reinhalteverordnung. Auch 26 Identitätsfeststellungen wurden vorgenommen, berichtete die Polizei.