Erstellt am 29. April 2015, 11:46

von APA/Red

Rosa Geysir in Island sorgt für Ärger. Der dänische Installationskünstler Marco Evaristti hat sich mit einer seiner Aktionen den Zorn isländischer Naturschützer zugezogen.

Als Teil des Serien-Kunstwerks "Pink State" hatte der 52-jährige, aus Chile stammende Künstler vergangenen Freitag dem Geysir "Strokkur" im Süden Islands mithilfe von fünf Litern Lebensmittelfarbe zu einem rosa Ausbruch verholfen.

Gerichtsverfahren wegen Bruch des Naturschutzgesetzes

Der isländischen Online-Zeitung "Visir" zufolge verweigerte Evaristti die Zahlung einer Verwaltungsstrafe von umgerechnet 680 Euro und reiste am Sonntag nach Kopenhagen zurück. Er muss nun in Island mit einem regulären Gerichtsverfahren wegen Bruch des Naturschutzgesetzes rechnen.

Evaristti ist für seine kontroversiellen Kunstaktionen international bekannt. Im Jahr 2000 brachte er Tierschützer gegen sich auf, als er im Kunstmuseum Kolding in Dänemark zehn Standmixer aufstellte, in denen lebende Goldfische schwammen. Die Besucher waren aufgefordert, die Geräte einzuschalten. Zumindest einer der Museumsbesucher drückte damals tatsächlich auf den Knopf.

Projekt kam auch nach Österreich

Das Projekt kam 2006 auch nach Österreich. Die Installation in Dornbirn wurde allerdings von Unbekannten zerstört und die Goldfische vorübergehend "entführt". Außerdem erstatteten Tierschützer Anzeige.

Weitere umstrittene Aktionen Evaristtis waren das Einfärben eines Eisbergs in Grönland mit rund 3.000 Litern roter Farbe (2004) sowie das Überziehen des Mont-Blanc-Gipfels mit rosafarbenen Stofftüchern (2008).