Erstellt am 15. März 2016, 07:25

von APA/Red

Russland beginnt mit Syrien-Abzug. Russland hat mit dem Teilabzug seiner Truppen aus Syrien begonnen. Erste Kampfflugzeuge seien vom Stützpunkt Hamaimim mit Ziel Russland gestartet, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag in Moskau mit.

 |  NOEN, APA (AFP)

Zu dem Geschwader gehörten auch Suchoi 34 Kampfbomber. Zuvor hatte der UNO-Sicherheitsrat den Abzug begrüßt.

Das staatliche russische Fernsehen zeigte Bilder vom Start eines Suchoi-Kampfbombers. Jede Gruppe von Kampf-Jets werde von einem Passagier- oder einem Transportflugzeug begleitet, mit denen technisches Personal sowie Ausrüstung in die Heimat zurückgebracht würden, teilte das Ministerium mit. Auch eine Tupolew Tu-154 sei in Richtung Russland abgeflogen.

UNO-Botschafter: "positiven Schritt" Russlands

Der UNO-Sicherheitsrat diskutierte hinter verschlossenen Türen über den abgekündigten Rückzug. Anschließend sprach sein derzeitiger Vorsitzende, der angolanische UNO-Botschafter Ismael Gaspar Martins, von einem "positiven Schritt" Russlands. "Das ist das, was wir sehen wollen", sagte Martins.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Montag verkündet, der Großteil der russischen Streitkräfte werde aus Syrien abgezogen, da sie ihre Aufgabe dort weitgehend erfüllt hätten. Laut Kreml wurde aber mit dem syrischen Machthaber Bashar al-Assad vereinbart, dass Russland einen Luftwaffenstützpunkt im Land behält, um bei der Überwachung der gegenwärtigen Waffenruhe zu helfen.

Obama begrüßte Rückgang der Gewalt in Syrien

Eine ausführliche Stellungnahme der US-Regierung auf die Ankündigung Russlands gab es zunächst nicht. US-Präsident Barack Obama begrüßte aber in einem Telefonat mit Putin den Rückgang der Gewalt in Syrien seit Beginn der Waffenruhe, hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Er habe jedoch auch deutlich gemacht, dass syrische Regimetruppen die Vereinbarung immer wieder unterliefen.

Putin sprach sich nach Kreml-Angaben für eine enge Zusammenarbeit beider Länder bei der Beilegung des Syrienkonflikts aus. Obama betonte, dass ein politischer Wandlungsprozess notwendig sei, um die Gewalt zu beenden. Beide unterstrichen die Wichtigkeit von humanitären Hilfslieferungen zur Versorgung der Bedürftigen in Syrien.