Erstellt am 16. Juli 2015, 11:34

von APA Red

Russland schlug "Spiel des Friedens" vor. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft könnte vor der WM 2018 in Russland zu einem Spiel mit hohem Symbolcharakter zur Einweihung des Stadions im ehemaligen Stalingrad antreten.

 |  NOEN, APA (epa)

"Wir würden solch ein Spiel hier begrüßen. Es wäre ein Spiel des Friedens", sagte der Gouverneur von Wolgograd, Andrej Botscharow, bei einem Medientermin auf der Baustelle der Victory Arena.

Wolgograd ist einer von elf Spielorten der WM. Zwischen Wolgaufer und dem berühmten Denkmal "Mutter Heimat ruft" auf dem Mamajew-Hügel, das an die Schlacht von Stalingrad im Zweiten Weltkrieg erinnert, wird derzeit das 45.000 Zuschauer fassende Stadion für 16,5 Milliarden Rubel (etwa 265 Millionen Euro) gebaut. Ende November 2017 soll die "Siegesarena" fertiggestellt sein.

"Wir wären glücklich, ein solches Spiel hier zu haben. Wenn es das Eröffnungsspiel des Stadions wäre, wäre das sehr interessant", sagte Botscharow. Eine Reaktion des Deutschen Fußball-Bundes oder des russischen Fußball-Verbandes, die ein Freundschaftsspiel vor dem WM-Turnier vereinbaren müssten, stand vorerst noch aus.

Die DFB-Auswahl hat unter Bundestrainer Joachim Löw seit 2008 vor allen Turnieren in Europa ein Spiel beim kommenden Gastgeber bestritten.

Die Schlacht von Stalingrad von August 1942 bis Februar 1943 gilt als Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg zugunsten der Roten Armee. Mehr als 700.000 Menschen verloren ihr Leben. Im heutigen Wolgograd ist der Alltag auch heute noch durch viele Denkmäler von der Erinnerung an die Kriegszeit geprägt.

Der Bau der Victory Arena wurde zuletzt immer wieder durch historisch begründete Komplikationen erschwert. Es wurden die sterblichen Überreste von zwei russischen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Mehrfach mussten die Arbeiten zudem wegen Munitionsfunden unterbrochen werden.