Erstellt am 09. Juli 2015, 16:45

von APA Red

Motiv nach tödlichem Beziehungsstreit im Pongau unklar. Nach einem tödlichen Beziehungsstreit am Mittwoch im Salzburger Pongau ist der 65-jährige Ehemann des 58-jährigen Opfers am Donnerstag erneut einvernommen worden. Das Motiv bleibt weiterhin rätselhaft.

Wirt kann sich Tat selbst nicht erklären.  |  NOEN, APA (EXPA/JFK)

"Er kann sich nicht erklären, warum er die Tat ausgeführt hat. Er ist zur Tat geständig", sagte Polizei-Sprecherin Eva Wenzl. Bereits in seiner ersten Befragung am Mittwoch hat der Senior-Wirt eines Hotels die Bluttat gestanden. Der Mann stach in einem Durchgang der Gastwirtschaft mehrmals mit einem 45 Zentimeter langen Fleischermesser auf seine Ehefrau ein. Sie konnte noch mit einem mobilen Telefon die Polizei alarmieren. Als die Beamten wenige Minuten später eintrafen, war sie ihren Verletzungen erlegen. Dem Obduktionsbericht zufolge starb die 58-Jährige an den Folgen der massiven Stiche im Bereich des Brustkorbes.

Bei der anschließenden Festnahme zeigte sich der 65-Jährige zunächst kooperativ, versuchte sich aber dem Anlegen der Handschellen kurz zu widersetzen. Ein Alkohol-Vortest auf der Polizeiinspektion Bischofshofen ergab bei ihm einen Wert von 1,52 Promille. Der Verdächtige wurde noch gestern in das Polizei-Anhaltezentrum nach Salzburg gebracht. Heute soll er in die Justizanstalt Puch-Urstein überstellt werden. Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat einen Antrag auf Untersuchungshaft gestellt.

Zuerst wurde angenommen, dass die Tat von niemanden beobachtet worden war, Mitarbeiter des Hotels aber Schreie wahrgenommen hatten. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Rezeptionistin des Hotels sogar sah, wie der Mann auf seine Frau einstach. Die Rezeptionistin wurde wie andere Mitarbeiter des Hotels und Angehörige des Ehepaars von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.