Erstellt am 24. September 2014, 22:52

Salzburg und Austria feierten Cup-Schützenfeste. Die großen Favoriten haben allesamt das Achtelfinale des österreichischen Fußball-Cups erreicht.

Titelverteidiger Red Bull Salzburg sowie die Wiener Großclubs Austria und Rapid nahmen am Mittwoch ihre Zweitrunden-Hürden aus der Regionalliga. Salzburg besiegte den Wiener Sportklub gleich 12:1 (4:1), Rapid setzte sich gegen Wallern 1:0 (1:0) durch, die Austria fertigte Kitzbühel 5:0 (3:0) ab.

Im niederösterreichischen Oberhaus-Derby rang Wiener Neustadt die Admira mit 5:3 im Elfmeterschießen nieder. Nach 90 und 120 Minuten war es 2:2 gestanden. Altach gewann das Vorarlberg-Derby gegen den Viertligisten Hohenems 5:0 (1:0). Die Auslosung des Achtelfinales erfolgt am Sonntag, gespielt wird am 28. und 29. Oktober.

Sportklub deklassiert

Nach fünf sieglosen Pflichtspielen in Serie stand für die Salzburger die Pflichtaufgabe beim Wiener Traditionsverein Sportklub auf dem Programm. Marcel Sabitzer (6.) und Jonatan Soriano (21.) sorgten für eine rasche 2:0-Führung. Spannung kam nur kurz auf, Rafael Pollack düpierte die zuletzt so löchrige "Bullen"-Defensive und verkürzte auf 1:2 (32.).

Salzburg machte aber in der Folge kurzen Prozess und traf durch Alan (35., 53., 55.), Sabitzer (37.), Kevin Kampl (60.), Christoph Leitgeb (72.), Soriano (75.), Massimo Bruno (80.), Nils Quaschner (86.) und Yannick Soura (88./Eigentor) quasi nach Belieben. Damit siegten die Salzburger noch höher als in der 1. Runde, in der man Sollenau 10:1 deklassiert hatte.

Rapid schonte Stammkräfte

Rapid-Trainer Zoran Barisic mischte seine Truppe durch und schonte einige Stammkräfte für den Bundesliga-Schlager am Sonntag gegen Salzburg. Unter anderem rutschte so Philipp Prosenik in die Startelf - und der ehemalige Nachwuchskicker von Chelsea und AC Milan stellte sich mit seinem ersten Pflichtspieltreffer für Rapid ein.

Thanos Petsos und Louis Schaub bereiteten das Tor mit einem Doppelpass vor, Prosenik vollendete zum 1:0 (29.). Die Gäste spielten zwar keinesfalls groß auf, hatten den aktuellen Tabellenelften der Regionalliga Mitte aber souverän im Griff.

Die Oberösterreicher, bei denen Ex-Rapidler Petr Vorisek als Kapitän fungierte, fighteten tapfer, fanden jedoch keine einzige echte Torchance vor. Für die Grün-Weißen war es der vierte Pflichtspielsieg in Serie.

Austria ohne Probleme weiter

Im Gegensatz zu Rapid ging die Austria quasi in Bestbesetzung in Kitzbühel ans Werk. Coach Gerald Baumgartner wollte nach dem jüngsten Aufwärtstrend keinerlei Risiko eingehen. Und die Austria führte bereits nach einer halben Stunde 3:0, ein Doppelpack von Alexander Grünwald (17., 22./Freistoß) sowie ein Treffer von Omer Damari (30.) machten früh alles klar.

Knapp 1.700 Zuschauern sahen auf dem hoffnungslos überfüllten Sportplatz in der Gamsstadt nach der Pause noch zwei Austria-Treffer durch Florian Mader (56.) und Martin Harrer.

Im NÖ-Derby in Wr. Neustadt fiel die Entscheidung im Elferschießen. Zur tragischen Figur avancierte Admiras Issiaka Ouedraogo. Der Angreifer aus Burkina Faso ließ zunächst in der Verlängerung die große Chance auf das 3:2 (118.) aus, im Elferschießen vergab Ouedraogo dann als einziger Akteur.