Erstellt am 01. Oktober 2014, 17:01

von APA Red

Salzburger in Rumänien gefordert. Fußball-Meister Red Bull Salzburg will den Schwung der vergangenen Woche auch in die Europa League mitnehmen.

Die Salzburger benötigen am Donnerstag (21.05 Uhr MESZ/live ORF eins) bei Rumäniens Vizemeister Astra Giurgiu Punktezuwachs, um als Favorit in Gruppe D nicht früh ins Hintertreffen zu geraten. Zum Auftakt waren die Bullen nicht über ein 2:2 zu Hause gegen Celtic Glasgow hinausgekommen.

"Es ist erst das zweite Gruppenspiel, danach ist nicht alles vorbei. Trotzdem geht es für uns darum, die vielleicht zwei verlorenen Punkte vom Auftakt zurückzuholen", erklärte Salzburg-Trainer Adi Hütter vor der Abreise. "Es ist ein wichtiges Auswärtsspiel gegen einen schwierigen Gegner. Giurgiu ist vielleicht die unbekannteste Mannschaft in dieser Gruppe. Aber sie haben ein starkes Kollektiv, das ohne viel Schnörkel nach vorne spielt."

Die Personalsituation in der Salzburger Abwehr hat sich etwas entspannt. Der in der Liga gesperrte Martin Hinteregger kehrt in die Innenverteidigung zurück. Dazu bestiegen am Mittwoch auch die wegen muskulären Problemen fraglichen Außenverteidiger Peter Ankersen, Andreas Ulmer und Christian Schwegler den Flieger nach Bukarest. Routinier Franz Schiemer dagegen musste wegen fehlender Spielpraxis zu Hause bleiben.

"Einfach wird es sicher nicht"

Ankersen, Ulmer und Schwegler trainierten am Mittwochvormittag voll mit. "Das erleichtert mir die Aufgabe bei der Aufstellung und gibt mir neue Alternativen", sagte Hütter. Sollte Not am Mann sein, könnte erneut Jungteamspieler Valentino Lazaro als Außenverteidiger aushelfen. Ulmer meldete sich zu 100 Prozent fit. "Einfach wird es sicher nicht. In der Offensive sind sie gefährlich", sagte der Linksverteidiger über den Gegner.

Die Salzburger scheinen ihren jüngsten Negativlauf nach dem Aus in der Champions-League-Qualifikation gegen Malmöüberwunden zu haben. Nach einem 12:1 im Cup beim Wiener Sportklub gab es am Sonntag ein 2:1 im Ligaschlager bei Rapid. "Natürlich wollen wir den Schwung der letzten beiden Spiele mitnehmen und auch gegen Astra drei Punkte holen", versicherte Hütter.

Die Salzburger wohnen in Bukarest, weil in der mehr als eine Autostunde südlich gelegenen Grenzstadt Giurgiu kein passendes Hotel zur Verfügung steht. Gespielt wird um 22.05 Uhr Ortszeit im 8.000 Zuschauer fassenden Stadionul Marin Anastasovici. "Es ist unser Ziel, dort zu gewinnen und drei Punkte zu holen", sagte ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer, der mit seinen Kollegen am Dienstag und Mittwoch per Videostudium auf die Rumänen vorbereitet wurde.

"Müssen konzentriert zu Werke gehen"

Das erste Gruppenspiel bei Dinamo Zagreb hatte Astra klar mit 1:5 verloren. In der Liga erreichte der rumänische Cupsieger zuletzt aber ein torloses Remis bei Steaua Bukarest. Wie Salzburg auf den WAC fehlen auch Giurgiu drei Punkte auf den Spitzenreiter. "Auch wenn der Gegner vom Namen her wenig bekannt und nicht optimal in die Gruppenphase gestartet ist, müssen wir sehr konzentriert zu Werke gehen", betonte Hütter.

Die Bullen sind gewarnt, verfügt Astra dank der Düngermillionen von Präsident Ioan Niculae doch über einen gut besetzten Kader. Nicht weniger als zwölf Legionäre stehen im Aufgebot. Dazu kommen angeführt von Kapitän und Spielmacher Constantin Budescu drei rumänische Teamspieler. Im EL-Play-off eliminierte Astra überraschend Olympique Lyon. Einem 2:1-Sieg in Frankreich folgte zu Hause ein 0:1.

Auch gegen Österreichs Meister glauben die Rumänen an ihre Chance. "Salzburg ist Dinamo Zagreb sehr ähnlich", meinte Astra-Trainer Daniel Isaila. "Aber ich bin mir sicher, dass wir aus unseren Fehlern gelernt haben." Das 0:1 gegen Lyon war in bisher sechs Europacup-Heimspielen die einzige Niederlage. Salzburg dagegen läuft international bereits drei Spiele einem vollen Erfolg in der Fremde hinterher.