Erstellt am 12. März 2015, 17:36

Sauer und Freund folgen auf Salzburg-Sportdirektor Rangnick. Der Posten des scheidenden Sportdirektors Ralf Rangnick bei Fußball-Meister Red Bull Salzburg wird wie erwartet intern nachbesetzt.

Die Agenden des Deutschen werden unter Geschäftsführer Jochen Sauer und dem bisherigen Sportkoordinator Christoph Freund aufgeteilt. Letzterer steigt zum sportlichen Leiter auf. Das gaben die Salzburger am Donnerstag bekannt.

Die Strategie des Clubs bleibt gleich, auch wenn sich Rangnick ab Sommer nur noch auf seine Funktion als Sportchef beim deutschen Zweitligisten RB Leipzig konzentriert. "Wir wollen weiterhin Spieler entwickeln, daher ergibt es für mich absolut Sinn, in dieser Besetzung weiterzuarbeiten", sagte Rangnick. "Von der Ausrichtung wollen wir so weiterarbeiten wie bisher." Das sei auch der explizite Wunsch von Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz gewesen.

Sauer fungiert weiterhin als Geschäftsführer, wird sich bei Vertragsverhandlungen und Transfergesprächen künftig aber auch verstärkt in den sportlichen Bereich einklinken. "Für uns ist wichtig, dass wir die Kontinuität beibehalten. Das ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im europäischen Fußball", meinte der 42-jährige Deutsche, der seit 2012 in Salzburg arbeitet. Davor war er bereits zweieinhalb Jahre beim VfL Wolfsburg als sportlicher Leiter tätig.

Verwaltungsaufgaben will Sauer künftig mehr an seine Abteilungsleiter delegieren, sich stattdessen auch um die strategische Planung kümmern. "In der Gesamtstruktur der täglichen Arbeit wird sich für uns nichts ändern", erklärte der studierte Jurist. "Die Strukturen im Team sind jetzt schon schlank und effizient. Wir werden das in Zukunft so weiterführen."

Das sieht auch Freund so. "Wir haben schon in der Vergangenheit alles zu dritt abgestimmt. Wir werden das jetzt zu zweit weiterführen", sagte der 37-Jährige. Freund, zuletzt bereits Assistent von Rangnick, ist künftig für das sportliche Tagesgeschäft zuständig. Dazu hat er die Bereichsleiterfunktionen für den Nachwuchs und das Scouting inne.

Freund stammt aus Salzburg, kennt Liga und Verein. Der frühere Zweitliga-Spieler von WSG Wattens und Untersiebenbrunn ist seit 2006 in verschiedenen Funktionen bei den Bullen tätig, bisher aber zumeist im Hintergrund. "In dieser Zeit habe ich viel gelernt", sagte Freund. "Ich habe mich aber vor allem von der Philosophie überzeugt."

An dieser soll sich nichts ändern, auch wenn bei Red Bull spätestens mit einem Aufstieg in die deutsche Bundesliga Leipzig in den Mittelpunkt rücken dürfte. Mit Massimo Bruno und Marcel Sabitzer sind derzeit zwei Spieler von Leipzig bis Sommer an Salzburg verliehen. Ihre Zukunft beim Meister ist noch nicht geklärt. "Die Situation ist bei beiden Spielern absolut offen", sagte Sauer. Gespräche sollen laut Sauer Ende April oder Anfang Mai aufgenommen werden.

"Wir brauchen noch vier bis sechs Wochen, bis auch die Planungen konkreter werden", erklärte der Geschäftsführer. "Ich glaube aber, dass sich beide hier sehr wohlfühlen und auch schon entwickelt haben. Es ist sicher die Überlegung da, das Ganze nochmal um ein Jahr zu verlängern." Im Endeffekt entscheide auch der Spieler. Sauer: "Es wird immer behauptet, wir schieben Spieler hin und her. Das ist aber nicht der Fall."