Erstellt am 21. März 2017, 11:40

von Redaktion noen.at

Ausstellung: Widerstand, Rechtsstaat, Menschenrechte.

Bundesministerium für Inneres

"Unsere Aufgabe als Innenministerium ist es, Menschenrechte durch Rechtsstaatlichkeit zu schützen und zu verwirklichen. Dafür muss das Vertrauen in den Rechtstaat nachhaltig gestärkt werden", sagte Innenminister Wolfgang Sobotka bei der Eröffnung der Ausstellung "Widerstand, Rechtsstaat und Menschenrechte", die vom 20. März bis 19. Mai 2017 in der Sala Terrena im Innenministerium zu sehen ist.

Wahrung der Menschenrechte als oberstes Ziel

"Europa fußt auf Freiheit und Menschenrechten, die durch den Rechtsstaat verwirklicht werden. Ein Rechtsstaat, der funktioniert und dem die Menschen vertrauen, kommt ohne Widerstand aus", sagte Innenminister Sobotka.

Werde der Rechtsstaat jedoch ausgehöhlt, könne der Widerstand zur Pflicht werden. Historisch soll die Ausstellung in diesem Zusammenhang an den Widerstand gegen das NS-Regime erinnern. Thematisiert werden in der Ausstellung unter anderem das "Stauffenberg-Attentat" auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 und die vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) herausgearbeitete österreichische Beteiligung daran.

Im Ausstellungsmodul "Lob des Ungehorsams" des DÖW und der Kategorialen Seelsorge der Erzdiözese Wien werden weitere Formen des österreichischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus dargestellt. Im dritten Teil der Ausstellung werden Ableitungen für die Themen Rechtsstaat und Menschenrechte präsentiert.

"Mit der Ausstellung möchte das BMI gerade auch auf solche Personen aufmerksam machen, die in Zeiten, wo es dringend notwendig war, den Mut hatten, Widerstand in den unterschiedlichsten Formen zu leisten", sagte der Innenminister.

Auf aktuelle Herausforderungen reagieren

"Lernen aus der Geschichte heißt auch, sich rechtzeitig mit aktuellen Herausforderungen für den Rechtsstaat zu beschäftigen", sagte Wolfgang Sobotka bei der Diskussion mit hochkarätigen Experten im Rahmen der Ausstellungseröffnung. Rechtsextremismus, staatsfeindliche Verbindungen, Parallel- und Gegengesellschaften fordern den Rechtsstaat genauso wie Einflussnahme aus dem Ausland oder Aufrufe zu Gewalt und Hass insbesondere im Internet.

Um diesen Herausforderungen entgegenzutreten, wurde die Sicherheitsdoktrin vom BMI für Österreich 2017-2020 mit dem Titel "Mehr Freiheit. Mehr Sicherheit" erarbeitet. Die Doktrin umfasst sieben Handlungsfelder mit über 140 Maßnahmen für eine zukunftsgerichtete und integrierte Sicherheitspolitik. "Sicherheit und Freiheit basieren auf einem funktionsfähigen Rechtsstaat", sagte Sobotka.

Die Ausstellung kann im Rahmen von Führungen dienstags von 9-12 Uhr und donnerstags von 13-16 Uhr besucht werden. Eine Anmeldung ist erforderlich: veranstaltung@bmi.gv.at<mailto:veranstaltung@bmi.gv.at>