Erstellt am 15. Oktober 2014, 23:15

von APA Red

Schelling droht mit ÖIAG-Hauptversammlung. Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) macht in Sachen ÖIAG-Führung Druck. Er erinnerte am Mittwoch in der "ZiB 2" daran, dass er die ÖIAG-Hauptversammlung einberufen könnte - ergänzte aber gleich, dass er "nicht glaube, dass das erforderlich ist".

Sollte aber der ÖIAG-Aufsichtsrat anders entscheiden, als er, Schelling, es nahelegt, würde der das "sehr gut begründen müssen".

Laut "Presse" (Donnerstagausgabe) ist schon klar, dass der Vertrag von ÖIAG-Chef Rudolf Kemler bei der kommenden Sondersitzung des ÖIAG-Aufsichtsrates am 23. Oktober nicht bis Oktober 2017 verlängert wird und somit im Oktober 2015, in einem Jahr, ausläuft.

Keine Personaldebatte in der Öffentlichkeit

Dennoch wollte Schelling weiterhin nicht verraten, was genau er dem Aufsichtsrats-Chef der Staatsholding, Siegfried Wolf, hinsichtlich der Vertragsverlängerung nahelegen wird, Er wolle keine Personaldebatte in der Öffentlichkeit führen - habe er genau dies rund um die Ablöse von OMV-Chef Gerhard Roiss doch selbst kritisiert. Aber er als Vertreter der Republik könne sehr wohl "dem ÖIAG-Aufsichtsrat etwas sagen".

Nicht in die Karten schauen lassen wollte sich Schelling auch hinsichtlich der ÖIAG-Reform. Er könne sich er gut vorstellen, auch andere Bundes-Beteiligungen wie z.B. Asfinag, Verbund oder BIG einzubringen. Jedenfalls müsse der Bund ein Nominierungsrecht für den Aufsichtsrat bekommen - also die unter Schwarz-Blau eingeführte Selbsterneuerung der Staatsholding beendet werden.