Erstellt am 13. Dezember 2014, 21:14

von APA Red

Schlierenzauer in Nischnij Tagil Zweiter. Gregor Schlierenzauer hat am Samstag eine Woche nach seinem Sieg in Lillehammer das Duell mit Anders Fannemel diesmal verloren.

Der Tiroler wurde bei der Skisprung-Weltcup-Premiere in Nischnij Tagil Zweiter, der Norweger verwies den Weltcup-Rekordsieger um 5,8 Zähler auf Platz zwei. Dritter wurde Severin Freund unmittelbar vor Stefan Kraft. Vor einer Woche hatte Schlierenzauer den Norweger noch um 2,9 Punkte in die Schranken gewiesen und seinen 53. Weltcup-Erfolg gefeiert. Doch auf dem neuen Bakken freute sich Fannemel über seinen ersten Triumph. Der 23-Jährige aus Lillehammer landete wie Schlierenzauer im zweiten Durchgang bei 133 m und verteidigte damit seine Führung aus dem ersten Durchgang.

Gregor Schlierenzauer war mit seinem neuerlichen Stockerlplatz sehr zufrieden. "Mir ist heute ein lässiger Wettkampf gelungen. Am Podest zu stehen ist immer lässig und wenn man natürlich um den Sieg mitspringen kann, umso schöner", freute sich der Tiroler, der die guten Trainingsmöglichkeiten in Russland hervorhob. Zu tun sei aber schon noch ein bisschen etwas. "Das Trainerteam gibt mir einen guten Weg vor. Es ist gut, wenn man kleine Reserven hat, und ein Motivationskick für die weiteren Steps", erklärte Schlierenzauer.

"Habe mich im Wettkampf gut gesteigert"

In Abwesenheit des bisherigen Weltcup-Leaders Roman Koudelka (CZE) sowie des zweitplatzierten Simon Ammann (SUI), die beide je zwei Saisonsiege verbucht hatten, übernahm Fannemel damit vor dem zweiten Bewerb am Sonntag (14.30 Uhr/live ORF eins) auch das Gelbe Trikot. Auf dem dritten Tagesrang landete der Deutsche Severin Freund nur 0,5 Punkte vor dem Österreicher Stefan Kraft.

Kraft jammerte nicht um den versäumten Podestplatz. "Es tut mir nicht weh, dass Severin einen halben Punkt vorne ist. Das kommt, glaube ich, eh wieder einmal zurück. Ich habe mich im Wettkampf gut gesteigert", freute sich Kraft, der sich im zweiten Durchgang kurzfristig Keile für sein Sprungsystem von einem Vorspringer organisieren musste. "Das hat mir ein paar graue Haare gekostet", meinte er lachend.

Als dritter ÖSV-Adler im Finale der Top 30 landete Michael Hayböck als Neunter ebenfalls in den Top Ten. Andreas Kofler war schon im ersten Durchgang nach einem Fehler gescheitert (46.), nur vier rot-weiß-rote Springer haben die Reise nach Russland angetreten. Auch die aktuell besten Japaner Noriaki Kasai und Daiki Ito haben sich den Trip in den mittleren Ural erspart.