Erstellt am 07. August 2014, 11:49

Schülerin rettete Pensionisten aus Rauch-Wohnung. Eine aufmerksame 18-jährigen Schülerin aus Braunau am Inn hat einen 85-Jährigen gerettet, der hilflos in seiner verrauchten Wohnung in Braunau am Inn in Oberösterreich lag.

Sie nahm in der Nacht auf Donnerstag in dem Mehrparteienhaus den Geruch von verbranntem Plastik wahr. Das führte zur Entdeckung des Seniors. Wie die Landespolizeidirektion in einer Presseaussendung berichtete, stellte die Schülerin gegen 23.00 Uhr im elften Stock fest, dass es eigenartig roch. Sie verständigte sofort ihre Mutter, die als Hausmeisterin für das Gebäude zuständig ist. Gemeinsam mit einem Nachbarn suchten sie nach der Ursache. Im neunten Stock wurden sie fündig. Dort drang aus der Wohnung eines 85-jährigen Pensionisten starker Brandgeruch.

Die Hausmeisterin alarmierte die Polizei. Die Freiwillige Feuerwehr Braunau rückte an und öffnete gewaltsam die Wohnungstür. Die Helfer fanden den betagten Bewohner in der Küche vor dem Herd. Er lag am Rücken. Sie brachten ihn in das Stiegenhaus, wo Notarzt und Rettung Erste Hilfe leisteten. Der 85-Jährige wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus Braunau eingeliefert.

Lediglich geringer Sachschaden

Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Pensionist auf dem Elektroherd eine Kanne erwärmen wollte. Doch stürzte er dabei vermutlich aufgrund eines Schwächeanfalles und lag anschließend hilflos auf dem Küchenboden. Deshalb konnte er den Herd nicht mehr bedienen. Durch die Hitzeentwicklung verschmorte ein Plastiksackerl, das neben dem Herd lag. Dadurch verbreitete sich in der gesamten Wohnung stark beißender Brandgeruch.

"Aufgrund des raschen Einschreitens der Einsatzkräfte nach der Alarmierung durch die aufmerksame Schülerin, konnte das Leben des 85-Jährigen gerettet und ein Brand in größerem Ausmaß verhindert werden - so entstand lediglich geringer Sachschaden", lobte die Polizei in ihrer Aussendung.