Erstellt am 03. Juni 2014, 11:03

Schulgipfel: Vorschläge für Verwaltung gesucht. In Linz treffen einander am Dienstag am späten Nachmittag die Bildungsreferenten der Länder und Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) zum zweiten in einer Reihe geplanter Gipfelgespräche.

Sie wollen, nachdem Heinisch-Hosek ihre ursprünglichen Budget-Sparpläne zurückgezogen hat, Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung in der Schulverwaltung ausloten. Die Ministerin hatte zunächst geplant, dass die Länder künftig 30 Mio. Euro zusätzlich pro Jahr für jene Landeslehrer bezahlen sollten, die sie über den mit dem Bund vereinbarten Stellenplan einstellen. Die entsprechende Landeslehrer-Controlling-Verordnung wurde aber nach Protesten der Länder zurückgezogen. Im Budgetausschuss räumte sie zuletzt ein, für 2015 weiterhin deren Umsetzung anzustreben.

Die Ministerin erwarte sich einen "konstruktiven Austausch" mit den Landesräten, hieß es im Vorfeld des Gipfels aus ihrem Büro. Es gehe um mehr Qualität in der Schule. Dazu gehöre die Effizienz in der Verwaltung. Heinisch-Hosek wolle das Thema aber breiter fassen und auch andere Punkte zur "Schule der Zukunft" - etwa die Schulautonomie - besprechen.

Vor allem ÖVP-geführte Länder pochen immer wieder auf eine Verländerung. Die oberösterreichische Bildungslandesrätin Doris Hummer (ÖVP) hatte zuletzt die Beseitigung von Doppelgleisigkeiten verlangt und dass nicht mehr so vieles "über fünf Schreibtische" erledigt werden müsse. Bei einem Zusammentreffen mit den Länderchefs bei der letzten Landeshauptleutekonferenz hatte Heinisch-Hosek darüber eine ergebnisoffene Diskussion zugesagt.