Erstellt am 31. Juli 2014, 13:06

von APA/Red

Schwaiger/Chukwuma zahlten Lehrgeld. Die österreichischen Beach-Volleyball-Damen haben in Klagenfurt auch am zweiten Tag nicht überzeugen können.

Alle drei Teams verloren am Donnerstag bei Regenwetter ihre jeweils letzten Gruppenspiele. Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig schafften trotzdem den Einzug in die K.o.-Phase. Stefanie Schwaiger/Lisa Chukwuma und Barbara Hansel/Bianca Zass scheiterten dagegen sieglos.

Für die im Vorjahr mit ihrer mittlerweile zurückgetretenen Schwester Doris beim EM-Triumph am Wörthersee noch umjubelte Schwaiger und ihre neue Partnerin war das Turnier diesmal auf schnellstem Weg vorbei. Das erst vor zweieinhalb Wochen formierte Duo musste sich den deutschen Vize-Weltmeisterinnen Karla Borger/Britta Büthe glatt 0:2 (-12,-14) geschlagen geben.

"Es geht alles von vorne los und das ist sehr viel Arbeit"

Aufgrund des vorhersehbaren Ausscheidens gab es aber weder bei Schwaiger noch beim 22-jährigen Neuling Chukwuma besonders lange Gesichter. "Das ist für uns eine neue Situation. Es geht alles von vorne los und das ist sehr viel Arbeit", meinte Schwaiger. Ihre Ende Mai zurückgetretene Schwester hatte das Geschehen am Centre Court auf der Tribüne verfolgt. Das sei ihr wichtig, obwohl es schon seltsam sei, die langjährige Partnerin als Zaungast zu sehen, meinte Stefanie.

Die von den Gegnerinnen erwartungsgemäß permanent anservierte Chukwuma resümierte überwiegend positiv. "Schade, aber für die kurze Zeit, die wir zusammenspielen, war das okay", sagte die Vorarlbergerin. Mit dem Dauerdruck auf ihre Person habe sie gerechnet und die Aufgabe auch einigermaßen gut gelöst. Jetzt gelte es bei den restlichen Turnieren - für das der World Tour Mitte August in Stare Jablonki erhielten sie eine Wildcard - weiter Spielpraxis zu sammeln und im Winter bessere Grundlagen zu schaffen, betonte Chukwuma.

Trainer Martin Laciga urteilte aufgrund der Ausgangslage nicht allzu streng. "Man hat natürlich nicht viel erwarten können. Vor allem in der Annahme ist ein Schritt nach vorne gelungen, das Ziel war es, zunächst eine Komponente zu stabilisieren", meinte Laciga. Es sei in gewissen Situationen verständlicherweise aber auch eine gewisse Überforderung bei Chukwuma spürbar gewesen, so der Schweizer.

"Das war eine Riesensteigerung gegenüber gestern"

Insgesamt überfordert waren auch die routinierte Hansel - die als mögliche Schwaiger-Partnerin nicht zum Zug gekommen war - und Klagenfurt-Debütantin Zass. Das Wildcard-Duo kassierte gegen die Schweizerinnen Nadine Zumkehr/Joana Heidrich ein 1:2 (-15,16,-9). Hansel ortete aber eine deutliche Verbesserung im Vergleich mit dem Vortag. "Das war eine Riesensteigerung gegenüber gestern, aber leider ist es schon wieder vorbei", meinte Hansel, die am Wörthersee 2009 und 2010 mit Sara Montagnolli ins Halbfinale gekommen war.

Schützenhöfer/Plesiutschnig unterlagen den niederländischen Europameisterinnen Madelein Meppelink/Marleen van Iersel klar mit 0:2 (-15,-19), stiegen aber dank des einzigen Sieges der ÖVV-Damen am Mittwoch als Gruppen-Dritte auf. Die Gegnerinnen der beiden 20-Jährigen im Duell um den Einzug in das Achtelfinale standen vorerst noch nicht fest. Vor ihrem Zwischenrundenmatch bestritten die Herren ihre ersten Gruppenspiele.