Erstellt am 23. März 2015, 18:26

Schwaiger/Hansel erhielten keine WM-Wildcard für Rio-Quali. Der Internationale Volleyball-Verband (FIVB) hat am Montag die Teilnehmerliste für die Weltmeisterschaften im Beach-Volleyball vom 26. Juni bis 5. Juli in den Niederlanden verlautbart.

Demnach ist Österreich bei den Herren mit Clemens Doppler/Alexander Horst sowie Alexander Huber/Robin Seidl vertreten, bei den Damen allerdings mit keinem einzigen Duo.

Die Wildcard-Anfrage von Stefanie Schwaiger/Barbara Hansel wurde damit nicht berücksichtigt. Ein chinesisches und ein niederländisches Paar sind stattdessen dabei. Die dritte Wildcard ist zwar noch nicht vergeben, allerdings ist sie laut Auflistung für ein weiteres niederländisches Gespann reserviert. Schwaiger und Hansel haben wegen ihrer Neuformierung im für die Vergabe der WM-Plätze entscheidenden Zeitraum zu wenig Punkte gesammelt.

Zweieinhalbwöchiges Terminloch droht

Für die beiden bedeutet das Fehlen bei den Weltmeisterschaften auch in Hinblick auf die Olympia-Qualifikation einen Rückschlag, noch bevor diese richtig begonnen hat. Denn bei den in Den Haag, Amsterdam, Rotterdam und Apeldoorn ausgetragenen Titelkämpfen gibt es dreifache Punkte. Den Haag ist Schauplatz der Finalspiele. Für die ÖVV-Herren-Duos wiederum wird es am nächsten Montag bei der Auslosung in Den Haag interessant.

Schwaiger/Hansel und ihr neuer Coach Igor Prielozny müssen nun überlegen, ob sie ein weiteres Turnier in ihren Wettkampfkalender aufnehmen, um Schadensbegrenzung zu betreiben. Durch die Nicht-WM-Teilnahme entsteht ihnen zwischen dem Grand Slam in St. Petersburg (bis 21. Juni) und dem Major in Gstaad (ab 7. Juli) ein zweieinhalbwöchiges Terminloch.

Auf der Suche nach Ersatzprogramm

Nach Gstaad (ab 13. Juli) war eine ebenfalls zweiwöchige Intensiv-Vorbereitung auf die Heim-EM in Klagenfurt (ab 28. Juli) vorgesehen. Das hieße aber, dass innerhalb von fünf Wochen nur in der Schweiz gespielt würde. Als Ersatzprogramm würde sich der Grand Slam in Yokohama anbieten. Allerdings ist der in der Woche vor der Klagenfurt-EM angesetzt, der Japan-Trip würde die Vorbereitung auf den Heim-Auftritt wohl beeinträchtigen.

Prielozny ist in Österreich ein alter Bekannter. Mit den hotVolleys bzw. Bayernwerk hat der Slowake 2000 den Einzug ins Final Four der Champions League geschafft. Danach ging er als Trainer zu Näfels/Schweiz, ehe sein erster Beach-Abstecher folgte. Mit EM-Gold für die Schweizer Sascha Heyer/Markus Egger 2001 beendete er eine dreijährige Titelserie von Paul und Martin Laciga.