Erstellt am 17. Juli 2015, 10:39

von APA Red

Schwere Gewitter in Oberkärnten und in Salzburg. Unwetter haben am Donnerstagabend in weiten Teilen Kärntens gewütet. Besonders stark betroffen waren die Bezirke Spittal, Feldkirchen und Villach-Land. Die Feuerwehren verzeichneten rund 60 Einsätze.

 |  NOEN, APA (Webpic)

Im Salzburger Pongau und Lungau mussten die Freiwilligen Feuerwehren nach heftigen Gewittern wegen verklauster Bäche, überfluteter Straßen und Keller sowie umgestürzter Bäume ausrücken.

Der Starkregen führte in Kärnten vielerorts zu Murenabgängen, auch Bäche traten über die Ufer, meldete der Kärntner Landesfeuerwehrverband. In der Gemeinde Rennweg am Katschberg (Bezirk Spittal) trat der Lausnitzbach über die Ufer.

Wie schon im Vorjahr wurde ein Teil des Weges auf die Lausnitzalm weggerissen - am Freitagvormittag saßen deshalb noch Urlauber auf der Alm fest, bestätigte die Polizei Rennweg im Gespräch mit der APA. Ein Krisenstab tagte am Vormittag im Gemeindeamt, weiters wurden Erkundungsflüge durchgeführt.

Zum ersten Mal seit 40 Jahren trat am Donnerstagabend der Tiffner Bach in der Gemeinde Steindorf am Ossiacher See (Bezirk Feldkirchen) über die Ufer. Er überflutete den gesamten Ortskern. Auch in Bad Kleinkirchheim (Bezirk Spittal) stand die Feuerwehr im Großeinsatz - hier lag der Hagel teilweise zentimeterhoch.

Vereinzelte, aber heftige Gewitter im Salzburger Pongau und Lungau haben in der Nacht auf heute, Freitag, einige Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren ausgelöst. Bäche verklausten, Bäume stürzten auf Straßen und Keller von Häusern wurden überflutet. In Tamsweg setzte ein Blitz einen Heustadl in Brand. Verletzt wurde laut Einsatzkräften niemand.

In Eben im Pongau regnete es gegen 21.40 Uhr so heftig, dass ein Zulauf des Fritzbaches verklauste. Die Filzmooser Landesstraße (L219) wurde dadurch überspült und von Schwemmgut überlagert. Zehn Mitglieder der örtlichen Feuerwehr machten den Zulauf wieder frei und säuberten die Fahrbahn. Die L219 war bis 23.30 Uhr zum Teil gesperrt.

Wegen des starken Windes stürzten in St. Martin im Tennengebirge mehrere Bäume auf die Pass Gschütt-Bundesstraße (B166). Sechs Feuerwehrmänner räumten die Fahrbahn wieder frei. Bereits am Donnerstagnachmittag war im Ortsteil Keusching in Tamsweg (Lungau) ein Blitz in einen Heustadl eingeschlagen. Das Gebäude aus Holz, in dem laut Polizei 200 Kubikmeter Heu gelagert war, brannte völlig nieder. 66 Mitglieder der Feuerwehren Tamsweg und Ramingstein löschten den Brand.