Erstellt am 11. April 2014, 14:02

Schweres EM-Quali-Los für Handballer. Das österreichische Handball-Nationalteam der Männer trifft in der Qualifikation für die an Polen vergebene EM 2016 in Gruppe 7 auf Weltmeister Spanien, Ex-Weltmeister Deutschland und Finnland.

Die Ausscheidung beginnt Ende Oktober/Anfang November und endet im Juni 2015. Die Ersten und Zweiten der sieben Gruppen lösen Tickets für den für 15. bis 31. Jänner 2016 angesetzten Titelkampf. Der Auftakt in dieser harten Gruppe könnte für die Österreicher mit dem Auswärtsspiel in Spanien schwieriger nicht sein, danach empfängt die Truppe von ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson Deutschland (29. Oktober bis 2. November). In gut einem Jahr geht es auswärts und daheim gegen Finnland (29. April bis 3. Mai), ehe die Heimpartie gegen Spanien und das Gastspiel in Deutschland warten (10. bis 14. Juni).

"Eine sehr interessante Gruppe, ich mag solche Aufgaben", meinte Johannesson über die Auslosung. "Vor der EM in Dänemark haben wir auch eine starke Gruppe mit Serbien, Russland und Bosnien-Herzegowina gehabt. Diese Gruppe ist noch stärker und ich freue mich sehr darauf." Der Isländer will mehr auf sein Team achten, am System arbeiten und am Plan festhalten. "Favorit sind wir selten, aber wissen, was wir leisten können, wenn alle ihr Bestes geben. Ich gehe positiv in diese Gruppe."

"Mit eine der schwersten Gruppen"

Kapitän Viktor Szilagyi: "Es ist sicher mit eine der schwersten Gruppen. Aber ich denke, dass auch die anderen Nationen nicht unbedingt glücklich sind über uns aus Topf 3. Sicher ist, dass es sehr attraktive Gegner sind." Der Deutschland-Legionär sieht das Los als noch härter als es die jüngsten waren. "Aber wir haben schon in den letzten Jahren bewiesen, dass wir auch die großen Nationen ärgern können. Wichtig wird sein, die Heimspiele zu gewinnen und bis zur letzten Quali-Woche im Rennen zu bleiben."

Im Rahmen der Auslosung wurden die vier Spielorte mit Krakau (Krakow Arena/Fassungsvermögen 15.000 Zuschauer), Wroclaw (Centennial Hall/6.500), Gdansk (Ergo Arena/10.000) und Kattowitz (Spodek Arena/10.000) bestätigt. Erstmals wird über 17 Tage gespielt. Den Unterschied zu bisher macht die über sieben statt fünf Tage gehende Vorrunde. Weniger Matches im Tagesschnitt soll die 12. EM für Fernsehen und Fans attraktiver machen.

Gruppeneinteilung Qualifikation Männer für EM im Jänner 2016 in Polen:

Gruppe 1: Kroatien, Norwegen, Niederlande, Türkei; Gruppe 2: Dänemark, Weißrussland, Litauen, Bosnien-Herzegowina; Gruppe 3: Slowenien, Schweden, Slowakei, Lettland; Gruppe 4: Serbien, Island, Montenegro, Israel; Gruppe 5: Ungarn, Russland, Portugal, Ukraine; Gruppe 6: Frankreich, Mazedonien, Tschechien, Schweiz; Gruppe 7: Spanien, Deutschland, Österreich, Finnland.