Erstellt am 18. Juni 2015, 11:33

Schwule und lesbische Ampelpärchen in der Stadt Salzburg. Nach Wiener Vorbild sind am Donnerstag in der Früh in der Stadt Salzburg sogenannte "Ampelpärchen" an den drei Fußgängerübergängen bei den Staatsbrückenköpfen installiert worden.

 |  NOEN, APA

Die Sujets zeigen ein schwules, ein lesbisches und ein Hetero-Paar. Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) hat diese Aktion initiiert.

"Salzburg ist eine offene und tolerante Stadt. Diesmal setzen wir dazu auf ein aktuelles und lockeres Statement, das sicher mindestens so wirkungsvoll ist wie alle bierernsten Grundsatzerklärungen zum Thema", erklärte der Bürgermeister in einer Aussendung des städtischen Informationszentrums.

Die Rechte an dem Ampelpärchen-Design hält die Stadt Wien. Salzburg schloss mit dem Magistrat Wien einen eigenen, kostenfreien Nutzungsvertrag für die Verwendung der Pärchen-Symbole ab. Die Figuren wurden in Wien anlässlich des Life Balls, des Song Contests und der Regenbogenparade ins Leben gerufen. Die Stadt Salzburg bezeichnet sie "Songcontest-Ampelpärchen".

Die Motive sind auf Einsteckscheiben aufgedruckt, die an den Ampeln zwischen den LED´s und der äußeren Schutzscheibe eingebaut wurden. Die Scheiben stammen von einem Signalanlagen-Hersteller aus dem Burgenland. Mitarbeiter der städtischen Bauabteilung haben sie heute im Morgengrauen montiert.

"Die Ampelpärchen als Zeichen der Toleranz und der Akzeptanz sollen veranschaulichen, dass wir in einer vielfältigen Gesellschaft leben. Schön, dass die Menschenrechtsstadt Salzburg diesen Vorschlag aufgegriffen hat", zeigte sich Georg Djundja, Vorsitzender der SoHo Salzburg (Sozialdemokratie und Homosexualität), erfreut. Djundja hatte sich für die Installation der Ampelpärchen in Salzburg eingesetzt.