Erstellt am 20. Januar 2015, 13:43

von APA Red

Security-Mitarbeiter löste Großeinsatz aus. Ein Verdächtiger hat am Dienstag in Wien erneut einen Polizeieinsatz ausgelöst, diesmal war der Minoritenplatz in der Nähe des Innenministeriums der Schauplatz.

Grund war ein schwarzbekleideter Mann mit Schutzweste sowie Schusswaffe, der sich in der Folge als Security-Mitarbeiter entpuppte. "Lieber ein Hinweis zu viel, als einer zu wenig", lautete dazu der Kommentar des BMI.

Tatsächlicher Sachverhalt rasch geklärt

Laut Wiener Linien wurde deren Leitstelle heute Vormittag von der Polizei darüber informiert, dass der Verdächtige in der U3 unterwegs sein könnte. Der Mann, dessen Kleidung keinen Schriftzug einer Securityfirma trug, war gerade auf dem Weg zu seiner in der Nähe gelegenen Arbeit.

Laut Zeugenbericht waren bis zu 20 Sondereinheitskräfte, die zum Teil Sturmgewehre und schusssichere Westen trugen, im Bereich der U-Bahnstation Herrengasse im Einsatz. Wie das Innenministerium berichtet, war der tatsächliche Sachverhalt dann auch rasch geklärt.

Am Montag zwei Einsätze bei IPZ in Döbling

Zuletzt gab es am Sonntag, wie auch am Montag zwei Einsätze beim auch als "APA-Gebäude" bekannten ehemaligen Internationalen Presse Zentrum (IPZ) in Döbling.

Der erste erfolgte aufgrund zweier von einem Zeugen als verdächtig wahrgenommener Männer gegen Mittag und zog einen Einsatz der Sondereinheit WEGA nach sich. Die zwei Männer circa 30 Jahre alten Männer hätten bei der Befragung angegeben, lediglich in der Gegend spazieren gewesen zu sein. Laut Zeugen wären sie aber in das Gebäude eingedrungen.

Gestern Montag - erneut war der Hinweisgeber laut Wiener Polizei ein Journalist - wurde das IPZ abermals von Exekutivkräften durchsucht, diesmal waren es Obdachlose, die verdächtig erschienen waren.

"Erhöhte Aufmerksamkeit feststellbar"

"Eine erhöhte Aufmerksamkeit und Wahrnehmung von verdächtigen Vorgängen vonseiten der Zivilbevölkerung als Folge der Anschläge in Paris ist sehr wohl feststellbar. Bei Hinweisen erfolgen dann natürlich entsprechende Einsätze", sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Es gilt auch weiterhin der Aufruf, alles Verdächtige der Polizei zu melden. Spezielle Empfehlungen aufgrund der aktuellen Situation gibt es nicht.

Die Wiener Linien haben ihr internes Sicherheitssystem übrigens bereits im November auf die Stufe 2 (gelb) angehoben. Ein Umstand, der erhöhte Aufmerksamkeit für die Mitarbeiter bedeutet. Eine solche Anhebung kommt jedoch immer wieder vor. So galt die Stufe 2 auch, als die Olympischen Winterspiele in Sotschi im Februar 2014 über die Bühne gingen, berichteten die Wiener Linien auf Anfrage.