Erstellt am 26. Juni 2016, 06:27

Zehntausende sangen beim Donauinselfest "Ham kummst". Zum Abschluss des zweiten Tags des Donauinselfests begeisterten Seiler & Speer mit ihrem Hit "Ham kummst" zehntausende Menschen vor der Festbühne.

 |  APA (Ozceret)

Auf die Nummer, die sich Kabarettist Christopher Seiler und Filmemacher Bernhard Speer für den Schluss aufbehalten hatten, hatte das Publikum sehnsüchtig gewartet. Bis in die letzten Reihen wurden am überfüllten Platz alle Zeilen des Lieds mitgesungen.

Beim anschließenden Headliner Bob Geldof mit den Boomtown Rats lichtete sich der Platz etwas. Der 64-jährige Ire, im glitzernden Anzug gekleidet, gab auf der Bühne aber alles, spielte Gitarre auf den Knien, sprang auf der Bühne herum und unterbrach seine Lieder für Mundharmonikaeinlagen.

"Vienna, wir sind die Boomtown Rats. Wir sind Männer", rief er mit heiserer Stimme auf Deutsch. "This is Rock'n Roll!" Auch mit gesellschaftspolitischen Statements fiel er auf: "Primark, H&M fuck off", sagte Geldof, der neben seiner musikalischen Karriere vor allem auch für sein humanitäres Engagement und als Initiator der Live-Aid-Konzerte bekannt ist. Er begeisterte unter anderem mit dem Welthit "I don't like Mondays".

Auf der FM4-Bühne spielte zum Abschluss des Samstags die US-amerikanische Alternativ-Rock-Band Nada Surf, die kurzfristig nach der Absage der Noise-Rocker Dinosaur Jr. eingesprungen war. Die Band hatte erst im März ihr neues Album "You Know Who You Are" veröffentlicht und im April im ausverkauften Wiener WUK gespielt.

Sänger Matthew Caws, der aus einer amerikanisch-britischen Familie stammt, äußerte sich zum Thema Brexit: Es habe ihm "das Herz gebrochen", als er das Ergebnis der Abstimmung erfahren hat, jeder, den er kenne, habe für den Verbleib Großbritanniens in der EU votiert.