Erstellt am 16. Mai 2014, 12:11

von APA/Red

Serbischer Premier Vucic kommt nach Österreich. Nach seinem dieswöchigen Besuch in Sarajevo führt die zweite Auslandsreise den neuen serbischen Ministerpräsidenten Aleksandar Vucic am Sonntag und Montag nach Niederösterreich und Wien.

Vucic wird in zwei Tagen praktisch mit der gesamten heimischen Führungsspitze und zahlreichen Wirtschaftsvertretern zusammentreffen.

Am Sonntag wird der serbische Ministerpräsident am Europa-Forum Wachau im Stift Göttweig teilnehmen, wo auch Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP), der niederländische Minister für auswärtige Angelegenheiten, Frans Timmermans, EU-Kommissar Johannes Hahn (ÖVP) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) erwartet werden.

Am Montag stehen in Wien Gespräche mit Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) auf dem Programm. Er wird auch von Bundespräsident Heinz Fischer empfangen werden. Im Anschluss ist am Nachmittag die Teilnahme an dem vom Senat der Wirtschaft veranstalteten "Business Bridge" Österreich-Serbien in der Raiffeisenbank International vorgesehen.

Österreich für Belgrad "sehr wichtig"

Wegen freundschaftlicher Beziehungen und der großen Zahl dort lebender Serben sei Österreich für Belgrad "sehr wichtig", verlautete aus dem Kabinett des serbischen Regierungschefs.

Er erwarte, dass es nach dem Treffen mit 100 führenden Wirtschaftsvertretern sehr bald wichtige Resultate geben werde, hatte Vucic bei der Ankündigung seiner Wien-Reise in der Vorwoche erklärt.

Die schwer angeschlagene serbische Wirtschaft, notwendige Strukturreformen sowie die Bemühungen um die Errichtung eines investitionsfreundlichen Umfeldes gehören zu größten Prioritäten der neuen serbischen Regierung.

In Wien werden nach Angaben aus dem Kabinett von Vucic auch alle anderen wichtigen Themen zur Sprache kommen, so etwa die EU-Annäherung Serbiens und der Kosovo-Dialog und seine Ergebnisse.

Österreich ist seit Jahren einer der wichtigsten Investitions-und Handelspartner Serbiens. Österreichische Firmen sind mit Investitionen in der Höhe von 2,9 Mrd. Euro seit 2000 führender Investor in Serbien. Das Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern stieg im Vorjahr um 7 Prozent auf 700 Mio. Euro.