Erstellt am 14. Februar 2015, 19:42

von APA/Red

Shiffrin Halbzeitführende im WM-Slalom - Kirchgasser Vierte. Einen Tag nach dem Riesentorlauf-Sieg von Ted Ligety darf sich das US-Ski-Team auch im Damen-Slalom Hoffnungen auf WM-Gold machen.

 Lokalmatadorin Mikaela Shiffrin hat am Samstag im ersten Durchgang eine überlegene Bestzeit hingelegt. Die 19-Jährige führt vor der Schwedin Frida Hansdotter (+0,40 Sek.), der Slowakin Sarka Strachova (0,44) und der Salzburgerin Michaela Kirchgasser (0,77).

Der zweite Durchgang startet um 22.15 Uhr MEZ. Dabei hat auch Carmen Thalmann durchaus noch Chancen auf eine Medaille, die Kärntnerin kam mit dem stark drehenden Kurs gut zurecht und liegt auf Rang sieben (0,94). Die Niederösterreicherin Kathrin Zettel lauert auf Platz neun (1,03), die Tirolerin Nicole Hosp ist zur Halbzeit Zwölfte (1,39).

"Der Lauf hat voll zur Attacke eingeladen, und das habe ich gemacht", meinte Shiffrin, die nur wenige Autominuten von Beaver Creek entfernt in Eagle-Vail wohnt. Für Shiffrin wäre es nach WM-Gold 2013 und Olympia-Gold 2014 der nächste Sieg bei einem Großereignis in ihrer Paradedisziplin.

Vor allem Kirchgasser soll im Finale dafür sorgen, dass Österreichs Damen auch im fünften und letzten Einzelrennen der WM zumindest eine Medaille holen. "Ich bin oben überhaupt nicht reingekommen, dann ist es besser geworden. Im Endeffekt war ich im Ziel sehr happy. Ich denke, das ist eine sehr gute Ausgangsposition", sagte die Filzmoserin, die bereits Gold im Teambewerb und Bronze in der Kombination in der Tasche hat.

"Zwei Medaillen hab ich schon, ich hab also nichts zu verlieren", meinte Kirchgasser, die aber keine Lust auf einen vierten Platz hat: "Davon hab ich bei Großereignissen schon genug. Deshalb gibt's für den zweiten Durchgang sowieso nur Vollgas."

Das gilt auch für WM-Debütantin Thalmann. "Ich hab mich runtergekämpft, hab mich aber nicht wirklich schnell gefühlt. Im Ziel war ich extrem erleichtert, mein großer Traum wurde ein Stück realistischer. Ich glaube, dass im zweiten Durchgang noch alles für mich drinnen ist", meinte die 25-Jährige.

"Zu gerade" war Zettel unterwegs. "Und davon habe ich mich bis ins Ziel nicht erholt. Ich hab gekämpft, war aber nicht schnell. Im zweiten Durchgang muss ich es einfach besser machen", sagte die Niederösterreicherin.

Auch Hosp hatte mit dem drehenden Kurs zu kämpfen. "Ich war das eine oder andere Mal zu spät und hab dadurch leider viel Zeit verloren. Ich bin sehr weit von den Medaillenplätzen weg und muss daher im zweiten Lauf alles riskieren. Hoffentlich geht's mir auf", meinte die Tirolerin.