Erstellt am 31. Juli 2015, 11:07

von APA Red

Sieben Tage Außenpolitik - Die Woche vom 3. bis 9. August. Stand in der Vorwoche noch der Kampf der Türkei gegen die radikale Jihadistenorganisation "Islamischer Staat" im Vordergrund, so richtet sich dieser Kampf immer mehr gegen Kurden.

Immer wieder Tumulte an der Grenze zu Syrien  |  NOEN, APA (epa)

Das Vorgehen gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) könnte zu dauerhaften Unruhen in der Region führen, fürchten Experten. Im Tourismussektor steigt die Angst vor einer gewaltsamen Krise.

Die Krise um die immer zahlreicheren Flüchtlinge wird die Politik kommende Woche weiterhin intensiv beschäftigen. So reist etwa Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Mittwoch nach Bayern, um sich dort über Möglichkeiten zur Flüchtlingsunterbringung zu informieren. In Großbritannien sucht Premier David Cameron indes nach einer Strategie, die Situation vor dem Eurotunnel unter Kontrolle zu bringen. Dort versuchen seit Tagen Hunderte von Menschen, von Frankreich nach Großbritannien zu flüchten.

US-Außenminister John Kerry reist nach Ägypten und anschließend nach Katar und Malaysia, wo auch die Außenminister der Südasiatischen Staatengemeinschaft zusammentreffen. Ab Donnerstag hält er sich in Vietnam auf, wo er 1969 als Kommandant eines Patrouillenbootes im Vietnam-Krieg verwundet wurde. Die Erfahrung machte ihn einst zum Kriegsgegner.

Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs warfen die USA ja bekanntlich Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki ab. Diese weltweit ersten und einzigen kriegerischen Atombombenabwürfe jähren sich am Donnerstag und Sonntag zum 70. Mal. In Japan, aber auch in anderen Städten weltweit - etwa auch in Wien - finden Gedenkveranstaltungen statt. Laut Schätzungen der japanischen Regierung sind von 1945 bis heute rund 300.000 Menschen Strahlentote zu beklagen.

Vier Jahre nach dem verheerenden Terroranschlag von Norwegen veranstaltet die Sozialistische Jugend auf der Insel Utöya am Wochenende wieder ein Sommercamp. Dieses wird wohl im Schatten des Blutbads von 22. Juli 2011 stehen, als der Rechtsextreme Anders Behring Breivik als Polizist verkleidet auf dieser Insel vor Oslo 69 Menschen erschoss.

Im Übrigen dominieren Themen wie die Ukraine-Krise, der Kampf gegen Jihadismus und der Schuldenstreit mit Griechenland wohl auch kommende Woche das Weltgeschehen.