Erstellt am 09. November 2016, 06:56

Trump holte Florida: Höhere Siegchance als Clinton. Donald Trump hat den wichtigen Staat Florida für sich entschieden und seine Siegeschancen bei der US-Präsidentschaftswahl erheblich ausgebaut.

Der umstrittene Republikaner konnte auch die Wechselwählerstaaten North Carolina und Ohio für sich entscheiden. Seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton gewann zuletzt in Virginia, Colorado und Nevada. Vor der Wahl galt der Staat im Westen als besonders unentschieden zwischen ihr und ihrem republikanischen Gegner Donald Trump, der aber in anderen Staaten überraschend stark abschnitt. Das Rennen ist nach wie vor offen.

Die Siege Trumps kamen überraschend, er sicherte sich die meisten der umkämpften Staaten. Clinton war als Favoritin in die Wahl gegangen.

Nach Prognosen von Medien hat Trump auch in den Staaten Iowa, Wisconsin und Georgia gewonnen, wobei den Sieg in Wisconsin bisher nur der Sender Fox vorhersagte. Auch in Michigan scheint Trump die Nase vorn zu haben.

Beide Kandidaten hatten sich in den vergangenen Wochen erbitterte Auseinandersetzungen geliefert. Der Wahlkampf gilt als einer der härtesten und schmutzigsten der amerikanischen Geschichte. Er war geprägt von persönlichen Beleidigungen und Schmähungen. Ein Ringen um politisch attraktivere Positionen gab es nicht. Fakten und Inhalte spielten kaum eine Rolle.

Noch nie in der Geschichte der US-Wahlen waren zwei Kandidaten gleichermaßen so unbeliebt: Trump wegen seiner Art und seiner Ausfälle, Clinton wegen ihrer Skandale und ihrer Nähe zum bestehenden System.

Wahlberechtigt waren etwa 219 Millionen Menschen. Voraussetzung war, dass sich ein Wähler registrieren ließ und nicht von der Wahl ausgeschlossen wurde - beispielsweise wegen einer kriminellen Vergangenheit.