Erstellt am 13. März 2015, 21:27

von APA Red

Fenninger nach Riesentorlauf-Sieg im Weltcup voran. Weltmeisterin Anna Fenninger hat am Freitagabend den Weltcup-Riesentorlauf in Aare gewonnen und damit auch wieder die Führung in der Gesamtwertung übernommen.

Die 25-jährige Salzburgerin siegte klar vor der Italienerin Nadia Fanchini (+0,71 Sek.) sowie ihrer Tiroler ÖSV-Teamkollegin Eva-Maria Brem (1,07). Kathrin Zettel, bei Halbzeit noch Zweite, fiel auf Rang 13 zurück.

Auch die Slowenin Tina Maze, die nach dem ersten Durchgang noch Sechste gewesen war, verpatzte das Finale total und landete nur auf dem 20. Platz. Damit verlor sie die Weltcup-Gesamtführung wieder an Titelverteidigerin Fenninger, die nun 45 Punkte Vorsprung hat. Die Riesentorlauf-Kugel ist Fenninger, die nun bei insgesamt 13. Weltcup-Siegen hält (zehn im Riesentorlauf, drei davon in Aare), praktisch sicher. Sie hat in dieser Spezialwertung vor dem nächstwöchigen Saisonfinale in Meribel 86 Punkte Vorsprung auf Brem.

"Schön, aber es ist noch nicht vorbei", betonte Fenninger beim Blick auf die Wertungen, die in den jüngsten 14 Rennen insgesamt 13-mal auf dem Podest gestanden ist und damit den Kampf um die große Kristallkugel wieder spannend gemacht hat. In Aare hat sie nun nach ihrem Doppel-Erfolg im Vorjahr schon drei Riesentorläufe gewonnen, in Summe hält sie bei zehn Weltcup-Siegen in ihrer Lieblingsdisziplin.

"Nur so gewinnt man hier Rennen"

"Ich freue mich, dass es so ausgegangen ist, das war ein guter Tag", betonte die "nicht abergläubische" Salzburgerin, der Freitag, der 13. Glück gebracht hat. Im zweiten Lauf hatte sie als letzte Läuferin wieder einmal mit der unruhigen Piste zu kämpfen. "Da waren schon harte Schläge drinnen, deshalb war es schwer, auf Zug zu kommen. Ich habe gewusst, dass ich unten Gas geben muss, denn nur so gewinnt man hier Rennen", erklärte Fenninger ihr Erfolgsrezept im Flutlicht-Rennen.

Ob sie nun am Samstag mit Blick auf die Gesamtwertung auch den Slalom in Aare bestreiten werde, konnte sie unmittelbar nach dem Rennen noch nicht sagen. "Ich muss erst einmal mit den Trainern reden", meinte Fenninger, neben der auch Brem strahlte. "Dieser dritte Platz macht mich sehr stolz. Die Watschen bei der WM und den zehnten Platz von Marburg zu übertauchen, das war nicht einfach. Deswegen war es wichtig, hier ein super Rennen zu zeigen. Das stimmt mich positiv fürs Finale", sagte Brem.

Speed-Spezialistin und Ex-Junioren-Weltmeisterin Nadia Fanchini schaffte erstmals den Sprung aufs Riesentorlauf-Podest im Weltcup. Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin musste sich dagegen an ihrem 20. Geburtstag zwei Hundertstelsekunden hinter Brem mit Platz vier zufriedengeben.

"Waren nicht meine Pistenbedingungen"

Zettel war nach ihrer zweitbesten Laufzeit im ersten Durchgang selbst überrascht. "Ich frage mich selber, was heute alles gut gegangen ist, denn Aare ist bekanntlich nicht mein Lieblingshang. Außerdem waren das auch nicht meine Pistenbedingungen. Aber anscheinend habe ich was dazu gelernt in der letzten Zeit", lautete ihr Halbzeit-Kommentar. In der Entscheidung lief es für Zettel dann aber wieder gewohnt schlecht in Schweden.

Michaela Kirchgasser, nach dem ersten Lauf 15., schied im Finale spektakulär aus und klagte danach über Schmerzen in der rechten Schulter. "Die tut ziemlich weh, aber ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist", sagte die Salzburgerin. Andrea Fischbacher verpasste als 47. mit 4,59 Sekunden Rückstand den zweiten Lauf klar und musste deshalb die Weltcup-Saison schon vor dem Finale in Meribel beenden, da nur die Top 25 jeder Disziplin nächste Woche in Frankreich startberechtigt sind.