Erstellt am 18. Februar 2015, 12:40

von APA/Red

Serie schwerer Skiunfälle in Vorarlberg setzt sich fort. Die Serie schwerer Skiunfälle in Vorarlberg reißt nicht ab. Am Dienstag erlitten vier Wintersportlerinnen bei Zusammenstößen mit anderen Skifahrern schwere Verletzungen.

In drei Fällen setzten die Unfallverursacher ihre Fahrt fort, ohne mit den Verletzten die Daten auszutauschen. "Wer wegfährt und keine Personalien abgibt, begeht Fahrerflucht", informierte dazu die Vorarlberger Polizei. 

Fahrt wird ohne Datenaustausch fortgesetzt

Im Skigebiet Warth wurde am Nachmittag eine 49-Jährige Frau von einer Skifahrerin umgefahren, als sie ihrer gestürzten minderjährigen Tochter auf die Beine helfen wollte. Dabei erlitt die Frau einen Rippenbruch.

Die Unfallverursacherin half der 49-Jährigen zwar auf, setzte dann aber "im allgemeinen Tumult" ohne Datenaustausch ihre Fahrt fort, berichtete die Polizei. Eine 33 Jahre alte Wintersportlerin wurde ebenfalls im Skigebiet Warth von hinten gerammt, als sie etwa zehn Meter unter einer Geländekante die Piste queren wollte. Der unbekannte Skifahrer sammelte die Skier der Frau auf, fuhr danach aber weiter. Die Frau zog sich bei dem Zusammenprall einen Schlüsselbeinbruch zu.

Auch bei Skiunfällen spreche man von "Fahrerflucht"

Ohne sich nach dem Befinden der Verletzten zu erkundigen, setzte eine Skifahrerin im Skigebiet Warth ihre Fahrt nach einem Unfall fort. Sie war von hinten in eine 17 Jahre alte Snowboarderin gefahren. Die junge Frau stürzte dabei über den Pistenrand und blieb mit einer Verletzung am Wadenbein im freien Gelände liegen.

"Auch bei einem Skiunfall gilt: Hilfe leisten und Daten austauschen", sagte dazu Polizeisprecherin Susanne Dilp. Zumal man die Schwere einer Verletzung im ersten Schockmoment nicht beurteilen könne. Wer weiterfahre, ohne seine Personalien bekannt zu geben, begehe kein Kavaliersdelikt. Auch bei Skiunfällen spreche man von "Fahrerflucht".

Im Skigebiet Lech verursachte ein 53 Jahre alter Mann seiner 56-Jährigen Ehefrau eine schwere Verletzung. Die Skianfänger fuhren ihrem Skilehrer hinterher. Als der Mann zu einem Rechtsschwung ansetzte, kollidierte er mit seiner Frau, die gerade einen Bogen nach links machte. Die 56-Jährige brach sich dabei trotz geringer Geschwindigkeit das Schambein.