Erstellt am 23. Juli 2014, 19:15

von Klaus Vogelauer

SKN mit positivem Gefühl vor Plovdiv-Spiel. Bei der offiziellen UEFA Europaleague-Pressekonferenz (die NÖN war vor Ort) am Mittwochabend zeigten sich einen Tag vor dem Rückspiel der 2. Quali-Runde sowohl der SKN St. Pölten als auch Gegner Botev Plovdiv optimistisch.

 |  NOEN, Claus Stumpfer
„Wir haben ein positives Gefühl aus Burgas mitgenommen und außerdem gesehen, dass Plovdiv Schwächen in der Defensive hat – die wollen wir ausnutzen“, erklärte St. Pöltens Trainer Herbert Gager am Tag vor dem großen Europacup-Rückspiel am Donnerstagabend (21.05 Uhr, NV Arena).

Potenzial fürs Weiterkommen

Das Weiterkommen sieht der „Leitwolf“ im Bereich des Möglichen: „Wir können unser Ziel, den Aufstieg, schaffen, wenn wir unser Potenzial abrufen.“ Für alle im Verein sei die Europaleague-Teilnahme jedenfalls eine Super-Herausforderung. Ob die Fans ein Faktor sein werden? „Auf jeden Fall, 5.000 bis 6.000 Zuschauer im Stadion würden uns sicherlich beflügeln.“

Auch Stürmer Daniel Lucas Segovia schlug in diese Kerbe und untermauerte seinen Appell nach dem Horn-Spiel: „Ich hoffe, wir haben viele Fans in der NV Arena, denn für jedes Team der Welt ist Unterstützung durch den zwölften Mann ganz wichtig!“ Die Handverletzung, die sich der Spanier beim Aufwärmen in Bulgarien zugezogen hatte, sei auf einem guten Weg. Überhaupt überwiegt die Freude: „Für mich ist das super – ich spiele das erste Mal im Europacup und das noch dazu für meinen Herzensverein!“

„Optimist“ Vucov will ein Auswärtstor

Auch Gäste-Trainer Velislav „Willi“ Vucov, der ja in den 90ern kurz in St. Pölten gespielt hatte, blickt dem großen Duell zuversichtlich entgegen: „Die Mannschaften kannten sich schon vorher und haben Respekt voreinander.“


 
Gegenüber dem Hinspiel sieht er noch Luft nach oben: „Ich habe eigentlich geglaubt, dass wir im Hinspiel gut waren; habe dann in der Analyse aber gesehen, dass beide Teams Schwächen gezeigt haben. Wir schauen, dass wir unsere ausmerzen.“ Es seien 7, 8 junge neue Spieler dabei, denen er voll vertraue.
 
Denn: „Ich bin prinzipiell Optimist. Morgen wollen wir auf jeden Fall ein Tor erzielen – wenn es mehr sind, wehre ich mich sicher nicht dagegen…“

Noel/Segovia als Sturmduo?

Das wollen die St. Pöltner verhindern – im vertrauten heimischen Umfeld sicher leichter als auf ihrer Reise ins Unbekannte. Auf die

, meinte Coach Gager nur augenzwinkernd: „Wir haben die Schuhe jetzt am Mann, damit nix mehr wegkommt...“

Im Kader ergibt sich durch die unterschiedlichen Regelungen in Europacup und Meisterschaft eine veränderte Situation (in der Liga dürfen nur drei Legionäre im Kader stehen, weshalb Gary Noel gegen Horn zusehen hatte müssen), im Großen und Ganzen steht die Aufstellung des SKN aber.

 
Gager hielt fest: „Wegen einer Position bin ich mir noch nicht ganz sicher und zwar, wie ich im Sturm aufstelle. Mit Noel habe ich ja jetzt wieder mehr Optionen. Es ist auch möglich, dass ich mit dem Sturmduo Noel/Segovia beginne; beide sind torgefährlich. Ich werde für die Entscheidung noch eine Nacht drüber schlafen ... (lächelnd) und dann meine Frau fragen.“