Erstellt am 10. Mai 2015, 08:26

Slowene überlebte Spaltensturz im Glocknermassiv. Den Sturz in eine Schneespalte im Glocknermassiv hat am Samstag ein 50-jähriger Slowene mit einer starken Unterkühlung überlebt.

Nachrutschender Schnee hatte eine Bergung durch seine Kameraden unmöglich gemacht. Erst der eingeflogenen Bergrettung gelang es, den Verunglückten in den Abendstunden zu bergen, berichtete die Polizei.

Der Urlauber war mit weiteren acht Alpinisten von der Stüdlhütte zur sogenannten 3.039 Meter hoch gelegenen Schere und anschließend von dort weiter zum Luisenkopf (3.206 Meter) aufgestiegen. Von dort wollte die Gruppe wieder zurück zur Stüdlhütte. Beim Abstieg rutschte der Slowene im stark abschüssigen Gelände auf dem aufgeweichten Schnee talwärts und bemerkte dabei die Schneespalte zu spät, die sich an einer Steilstufe des Felsens im dortigen Schnee gebildet hatte.

Da die anderen Alpinisten keinen Kontakt zum Verunglückten herstellen konnten, setzten sie gegen 18:20 Uhr einen Notruf ab. Gegen 19:25 Uhr konnte der 50-Jährige schließlich von den Bergrettern aus der Schneespalte geborgen werden. Er wurde ins Krankenhaus Lienz geflogen.