Erstellt am 20. Juli 2015, 12:34

von APA/Red

Sonntag war bisher heißester Tag des Jahres. Der Sonntag ist der bisher heißeste Tag des Jahres gewesen. In Krems in Niederösterreich maß die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Nachmittag 38,3 Grad.

 |  NOEN, APA (Pfarrhofer)

Der Allzeit-Juli-Rekord von 27. Juli 1983 in Dellach im Drautal von 39,7 Grad wurde aber nicht erreicht, berichtete die ZAMG. Die Hitzewelle macht auch nur kurze Pause: Nach den Tageshöchsttemperaturen von 25 bis 32 Grad am Montag werden am Dienstag laut ZAMG-Prognose bereits wieder 35 Grad bei strahlendem Sonnenschein erreicht, wobei es im Osten Österreichs am heißesten ist.

Am Mittwoch ist es vor allem im Osten wieder drückend heiß. Bei nur schwachem Wind klettern die Temperaturen auf bis zu 38 Grad. Tourengeher sollen sich aber vorsehen: Im Bergland rechnet die ZAMG mit kräftigen Gewittern.

Am Donnerstag ist das Land zweigeteilt

Eine anrückende Kaltfront von Nordwesten her bringt rasch auflebende und teils kräftige Gewittertätigkeit mit sich. Am längsten sonnig und trocken ist es dabei noch im Süden und Südosten. Der Wind dreht auf West und frischt mäßig bis lebhaft auf, bei Gewittern sind aber auch stürmische Böen möglich. In Vorarlberg und Nordtirol erreichen die Tageshöchsttemperaturen nur 25 Grad, die größte Hitze wird mit 36 Grad für die südliche Steiermark und das Burgenland erwartet.

Am Freitag wechseln kurze sonnige Abschnitte und dichte Wolken einander ab, vermehrt kommt es auch wieder zu Regenschauern und Gewittern, die teilweise heftig ausfallen können. Am meisten mischt die Sonne voraussichtlich im östlichen Flachland mit, doch auch dort steigt die Gewitterneigung deutlich an. In Gewitternähe kommt es vereinzelt zu heftigen Windböen. Nach Frühtemperaturen von 14 bis 24 Grad gibt es Tageshöchsttemperaturen von 24 bis 32 Grad im Osten.

Tropennächte verschärfen die hohen Temperaturen 

Verschärft werden die hohen Temperaturen durch die große Anzahl von sogenannten Tropennächten, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken. In Innsbruck wurden bis 19. Juli etwa bereits 24 Tropennächte verzeichnet, wobei der Durchschnittswert für die Stadt bei 16,5 im Jahr liegt. In Ferlach gab es 22 Nächte mit über 20 Grad (Durchschnitt: 16,7) in Langenlebarn ebenfalls 22 (Durchschnitt 17,2) und in Wien auf der Hohen Warte waren es bisher 18 (Durchschnitt 15,4).

Sofern man kein Klimagerät hat, ist man den heißen Nächten relativ schutzlos ausgeliefert. Experten raten dazu, in der Früh, wenn die Luft noch ein wenig kühler ist, gut durchzulüften. Danach sollte man die Fenster möglichst verhängen. Kurz vor dem Schlafengehen schafft eine lauwarme Dusche ein wenig Abkühlung.